Heilkräuter-Verzeichnis A : Naturheilmittel, sei Dein eigener Apotheker




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 Heilkräuter-Verzeichnis A 
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Ungelesener Beitrag Heilkräuter-Verzeichnis A
Kräuter-Verzeichnis A

Absynth

Absynth ist eine andere Bezeichnung für den Wermut, bitte lesen Sie dort weiter.


Zuletzt geändert von Inselbewohner Adventsstern am 21. Dez 2010 19:40, insgesamt 2-mal geändert.

21. Dez 2010 19:01
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis
Abbisskraut

Das Abbisskraut gehört zur Familie der Skabiosen. Ähnlich wie die Arnika hat sie feine Wurzeln an ihrem Stengel, der ein wenig so aussieht, als wäre er abgebissen wurden. Daher auch der Name "Abbiss"-Kraut. Einer Sage nach soll der Teufel dies getan haben.

Auch die Blätter des Abbisskraut ähneln der Arnika, es kommt daher oft zu Verwechslungen bei Kräuter-Sammlern.

Am bis zu 35 cm hohen Stengel, der fast kahl ist, sitzen fein gekerbte Wurzelblätter. Die blaue Blüte hat eine halbrunde kugelform und kommt von August bis November zum Vorschein. Das Abbisskraut ist also eine der wenigen Kräuter, das bis in den späten herbst hinein erblüht.

Bevorzugte Standorte sind Moore, feuchte Wiesen, Waldgebiete. Das Verbreitungsgebiet des Abbisskraut ist ganz Europa.

Sammelzeit des Abbisskraut
In der Pflanzenheilkunde verwendet man die Wurzeln, die man Herbst sammeln kann, und das blühende Kraut, das man am besten im September sammelt.

Anwendung in der Kräuterheilkunde
Traditionsgemäß verwendet man das Abbisskraut als Tee gegen Fieber, oder als Auflage oder Tinktur bei Entzündungen, Quetschungen oder um Schmerzen zu stillen.


Volksamen
St. Peterkraut, Abbisskabiosenkraut, Teufelsabbisswurzel, Abbisswurzel, Anbisskraut

Wirkung und Anwendung des Abbisskraut
Entzündungen
Fieber
Flechten
Kropf
Leberverhärtung
Lungenleiden
Quetschungen
Schmerzen


Zuletzt geändert von Inselbewohner Adventsstern am 21. Dez 2010 19:11, insgesamt 1-mal geändert.

21. Dez 2010 19:03
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis
Abelmoschus

(Malva moschata L.)

Die Moschus-Malve ist eine mehrjährige Malvenart, die die Wärme liebt und deswegen nördlich des Mittelmeeres kaum zu finden ist.

Die Heimat der Pflanze ist wahrscheinlich das tropische Afrika und Asien. Man kultiviert die Moschusmalve aber auch in zahlreichen tropischen und subtropischen Gebieten der Erde.

Die Pflanze wird 20 bis 80 Zentimeter hoch, hat einen aufrechten Stängel und fiedrige, rundliche Blätter. Zwischen Juli und September trägt sie weiße, über rosa bis hellrote Blüten. Diese Blüten werden bis zu 6 cm groß und duften stark nach Moschus. Aus den Blüten entwachsen bis zum Herbst nußartige Samen.

Sie wächst bevorzugt auf trockenen, kalkarmen Böden.

Moschus-Malve löst den Schleim und hemmt Entzündungen, wird deshalb bei Husten eingesetzt.

Volksnamen
Moschus-Malve

Wirkung und Anwendung der Moschus-Malve
Abführmittel
Adstringierend
Altersflecke
Angina
Darmentzündungen
Entzündungshemmend
Erweichend
Frauenleiden
Halsentzündungen
Harntreibend
Husten
Hustenstillend
Magenentzündungen
Milchsekretion anregend
Reizmildernd
Schleimlösend
Wunden
Wundheilend
Zur Stärkung
Bei Appetitlosigkeit
Zur Förderung der Verdauung
Bei Magen-und Darmerkrankungen
Kopfschmerzen
Schlangenbisse
Gegen Mundgeruch


Äußerlich anzuwenden bei
Gliederschmerzen
Krämpfe
Schlechter Durchblutung


Ätherisches Öl
Bei Depressionen

Außerdem zur Aromatisierung von Tabak, und natürlich macht sich die Parfümindustrie diesen Duft zu eigen, um wunderbare Düfte herzustellen. Und nicht zuletzt als Aphrodisiakum, da der Duft einen gewissen Lockreiz hat.

Verwendete Pflanzenteile
Verwendet wird das blühende Kraut, die jungen Triebe, die Samen und die Wurzel.

Inhaltsstoffe
In der Pflanze enthalten sind Anthocyanglykoside, Ätherische Öle, Chlorogensäure, Gerbsäure, Gerbstoffe, Kaffeesäure, Malvin, Polyphenole, Schleimstoffe

Sammelzeit
Die jungen Triebe sammelt man im Frühling bis in den Sommer
Das blühende Kraut und die Blüten sammelt man im Sommer
Die Samen und die Wurzeln sammelt man im Herbst

Anwendung
Tee

1 Tl. des getrockneten Krautes mit 250 ml warmen Wasser übergießen, dann 5 - 8 Stunden ziehen lassen, zwischendurch immer mal umrühren, danach absieben. Nicht kochen lassen!

Dieser Tee hilft bei Husten und Magen-Darm-Reizungen, kann zum Gurgeln bei Entzündungen im Mund und Rachenraum verwendet werden.


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21. Dez 2010 19:06
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis
Ackergauchheil

(Anagallis arvensis)

Ein häufiges, fast weltweit verbreitetes Kraut. Die Blütenblätter sind zinnoberrot.

In der antiken Medizin war der Ackergauchheil als Mittel gegen Gemütskrankheiten und Augenleiden bekannt. Weil sich die Blüten auch tagsüber bei bewölktem Himmel oder bei nahendem Regen schließen, wird er in manchen Gegenden auch Wetterblume genannt.

Volksnamen
Nebelpflanze, Weinbergsstern, Wetterkraut, Wetterblume

Wirkung und Anwendung von Ackergauchheil

Depressionen
Epilepsie
Erkältung
Erschöpfung
Gallensteine
Geschwüre
Gicht
Grippe
Harnröhrenentzündung
Harnweginfektion
Hautausschlag
Hautbeschwerden
Husten
Lebererkrankung
Müdigkeit
Nervenleiden
Nierensteine
Rheuma
Schwermut
Verstimmungen
Warzen



Vorsicht
Bei langem Gebrauch kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen.


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21. Dez 2010 19:08
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis
Ackerhellerkraut

(Thlaspi arvense)


Wo wächst das Ackerhellerkraut
Auf nährstoffreiche, lockere Lehmböden, häufig auf Hackfrucht- und Getreideäckern zu finden.

Ackerhellerkraut keimt im Frühjahr. Er ist eine mehrjährige Pflanze, der nach dem Zerreiben etwas nach Lauch riecht.

Die Keimblätter sind rund-oval, 6-8 mm lang, deutlich gestielt, ganzrandig mit schwach eingezogener Spitze.

Die Laubblätter sind hellgrün, die Grundblätter verkehrt eiförmig, gestielt. Obere länglich, mit pfeilförmigem Grund, meist gebuchtet oder gezähnt, kahl.

Blütezeit
Im April bis in den Juli

Sonstiges
Der Name Ackerhellerkraut kommt vermutlich daher, weil die Früchte an Münzen (Heller) erinnern.


21. Dez 2010 19:10
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis
Ackerschachtelhalm - Zinnkraut

Die Familie der Schachtelhalme ist wohl eine der ältesten Pflanzenfamilien auf der Erde, man hat in Versteinerungen Exemplare gefunden, die weit mehr als 300 Millionen Jahre alt sind.

Seinen Namen bekam der Schachtelhalm übrigens daher, weil die einzelnen Teile des Hohlstammes quasi verschachtelt ineinandergesteckt sind. Das Zinnkraut vermehrt sich übrigens nicht durch Blüten, vielmehrt vermehrt es sich durch Sporen.

Bauern mögen das Zinnkraut überhaupt nicht: Die Wurzeln reichen so tief in den Boden, daß man sie nur sehr mühsam herausbekommt. Und bleibt nur ein bißchen davon über, so wächst das Zinnkraut bald wieder nach. Kein Wunder also, daß man es in der Landwirtschaft eher als Unkraut ansieht.

Zinnkraut gehört zu den mehrjährigen Pflanzen.

Es hat unterirdische, schwarze Wurzeln, die einen Frühlings- und einen Sommertrieb ausbilden. Aus diesen Trieben kann man Tee's herstellen.

Während der Schachtelhalm im Frühjahr eine blassgelbliche Pflanze ist, die sehr schnell wieder verschwindet, wachsen im Sommer grüne Triebe, die man früher z.B. zum Putzen von Metall genutzt hat. Daher kommt übrigens auch der Name Zinnkraut. Diese grünen Stängel können im Sommer geerntet werden, man trocknet sie am besten an einem schattigen, gut gelüfteten Platz. Daraus läßt sich ebenfalls Tee herstellen.

Die typische Sammelzeit ist im Sommern. Dabei sollte man vorwiegend jüngere Pflanzen selbst sammeln, da sie wesentlich mehr an Kieselsäure enthalten.


Durch die großen Mengen an Kieselsäure, die der Schachtelhalm enthält, wird der Schachtelhalm bei Nierenkrankheiten eingesetzt.

Die Kieselsäure macht das Zinnkraut auch sehr interessant für die Naturkosmetik. Sie hilft bei Problemen mit dem Bindegewebe, verbessert die Elastizität der Haut, zudem ist die Kieselsäure essentiell beim Aufbau neuer Knochen, gesunden Zähnen und für gesunde und harte Finger- und Fußnägel.

Kieselsäure strafft die Haut und verbessert deren Durchblutung.
Zudem hat Kieselsäure eine adstringierende Wirkung, sie zieht also z.B. Poren zusammen, was besonders nützlich ist bei Erkrankungen wie Akne, entzündeter oder unreiner Haut.

Geschichtliches und Sagenhaftes zum Zinnkraut
Zinnkraut kannte man schon in der Antike. Man nannte es im alten Griechenland auch Hippuris = Pferdeschwanz, da die Triebe einem Pferdeschwanz gleichen.

Dioskurides erwähnte den Schachtelhalm als Mittel, das den Harn treibt und Blutungen stillt.

Pfarrer Kneipp machte die gleichen Erfahrungen mit dem Ackerschachtelhalm.
Bis heute wird diese blutstillende Wirkung verwendet, zudem kann man Ackerschachtelhalm zur "Blutreinigung" in Kuren einsetzen.

Wirkung und Anwendung von Zinnkraut
Asthma
Akne
Blasenleiden
Blutungen
Brüchige Fingernägel
Durchblutungsstörungen
Entzündete Haut
Erhöht die Elastizität des Bindegewebes
Fördert Knochenaufbau
Frostbeulen
Gicht
Haarschäden
Hämorrhoiden
Hautentzündungen
Hautleiden
Hautunreinheiten
Husten
Kieselsäuregehalt ist immunstimulierend
Krampfadern
Nierenleiden
Prostataleiden
Rheumatische Beschwerden
Rheumatischen Erkrankungen
Schwache Menstruation
Unreine Haut
Wasserstauungen
Wassersucht
Wirkt auch gegen Mehltau bei Zimmerpflanzen
Wirkt positiv auf Haare, Haut und Fingernägel
Wundheilung
Wirkt positiv auf Haare, Haut und Fingernägel

Inhaltsstoffe
Kieselsäure bzw. Siliciumdioxyd (6-9%, in der lebenden Pflanze und bis 10 % in gelöster Form), außerdem Saponine (Equisetonin), Flavonoide, Kalium.

Wo findet man Zinnkraut
Äcker, Ödland, Böschungen

Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um das Zinnkraut
Innerlich

Man trinkt Schachtelhalm üblicherweise als Tee.

Kochen Sie den Tee mindestens 15 Minuten, damit sich alle Wirkstoffe aus der Pflanze lösen.

Möchte man den Schachtelhalm zur Blutstillung benutzen nutzt man den Presssaft.

Äußerlich
Man kann den Schachtelhalm als Badezusatz benutzen, als Wickel oder als Auflage.
Kochen Sie dazu größere Mengen Tee.

Auflage und Wickel werden in den Tee getaucht und auf die betroffenen Stellen
gelegt.

Badezusatz bei Hautproblemen
Abkochung von 500 bis 1000 g Zinnkraut in 3 bis 4 Liter Wasser auf ein Vollbad

Mehr Rezepte mit Zinnkraut

Frauenkräuter - Zinnkraut bei Scheidenpilz und für die Schönheit
Das Zinnkraut kann Probleme mit dem weiblichen Bindegewebe mildern, was ja oft zu Zellulitis führt, zudem wird die Elastizität der Haut verbessert und es hilft beim Aufbau und Erhalt der Zähne, Knochen und Haare.

Die enthaltene Kieselsäure hat eine porenverfeinernde Wirkung auf die Haut, besonders nützlich ist das bei Entzündungen der Haut oder auch bei unreiner Haut.

Als typisches Frauenkraut hilft das Zinnkraut gegen eine Scheidenpilz-Infektion, hier wendet man es in Sitzbädern oder als Tinktur an.

Für ein Sitzbad verwendet man bis zu einem Liter Tee, dem man dem Badewasser zugibt.


Vorsicht
Man sollte keine harntreibenden Tee's verwenden, wenn im Körper Wasserstauungen durch eine Leistungsminderung (Insuffizienz) des Herzens oder der Nieren hervorgerufen wurden. Dann besser den Arzt befragen!


21. Dez 2010 19:17
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis
Acker-Skabiose

(Knautia arvensis)

Die Acker-Skabiose ist in Asien und Europa beheimatet. Sie wächst gerne auf nährstoffreichen Wegesrändern und auf Wiesen.

Im Mittealter war die Acker-Skabiose als Heilpflanze gut bekannt, man setzte sie z.B. auch gegen die damals immer wieder auftretende Pest ein oder auch gegen Epilepsie.

Heutzutage sind die Anwendungsgebiete begrenzt, man verwendet sie z.B. bei Halsentzündungen, Flechten und Pickel ein. Zudem hat die Acker-Skabiose eine positive Wirkung auf unsere Atmungsorgane.

Volksnamen
Feld-Witwenblume, Acker-Witwenblume, Wiesen-Knautie, Wiesen-Witwenblume, Wiesenknautie, Witwenblume

Wirkung und Anwendung der Acker-Skabiose

Flechten
Epilepsie
Pickel
Husten
Adstringierend
Harntreibend
Halsentzündung
Hautprobleme
Furunkel
Seborrhoisches Ekzem


Englisch
Field Scabious

Verwendete Pflanzenteile
Man verwendet das Kraut

Sammelzeit
Gesammelt wird im Sommer


21. Dez 2010 19:23
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis
Ackerminze

(Mentha arvensis)


Diese Minzart wird vorwiegend in Japan und Brasilien kultiviert und dient der Mentholgewinnung. Das chinesische Pfefferminzöl stammt von Mentha arvensis var. Glabrata ( = Mentha canadensis).

Die wildwachsenden Verwandten der Pfefferminze (Wasserminze, Kräuselminze und andere) kommen zwar bei uns reichlich vor, doch sind sie in Duft und Geschmack der echten Pfefferminze so eindeutig unterlegen, daß davon abzuraten ist, sie für arzneiliche Zwecke zu sammeln und zu verwenden.

Volksnamen
Pfefferminze, Edelminze, Englische Minze, Gartenminze, Teeminze

Wo wächst die Ackerminze
Sonnig bis halbschattig, sumpfige oder feuchte Stellen an Wegrändern, Gräben, auf Waldlichtungen, auf sumpfigen Wiesen.

Wirkung und Anwendung der Ackerminze

Anregung des Galleflusses bei Gallenbeschwerden
Appetitlosigkeit
Beruhigungsmittel
Blähungen
Brechreiz
Darmatonie
Darmkoliken
Durchfall
Dyspepsie
Entzündungen der Magenschleimhaut
Entzündungswidrig
Erkältung
Erkältungskrankheiten
Gallenbeschwerden
Gallensteine
Galletreibend
Gastritis
Gicht
Keimtötend
Konzentrationsschwäche
Kopfschmerzen
Krampflösend
Magen- Darmbeschwerden
Magenschmerzen
Menstruationsbeschwerden
Migräne
Muskel- und Weichteilrheuma
Obstipation (Verstopfung)
Regelbeschwerden
Rheuma
Schlaflosigkeit
Schmerzstillend
Schnupfen
Spannungskopfschmerz
Übelkeit
Verdauungsbeschwerden
Verdauungsschwäche


Blütezeit

Die Blütezeit ist von Juni bis Oktober

lnhaltsstoffe
Gerbstoff, Bitterstoff, viel ätherisches Öl mit dem Hauptbestandteil Menthol. Menthol wird durch die Galle ausgeschieden und entfaltet hier seine entzündungswidrige Wirkung. Die Substanz reizt darüber hinaus die kälteempfindlichen Nervenenden (Mentholzigaretten und -Bonbons).

Anwendung
Innerlich

Minze als Tee zubereiten und mehrere Tassen pro Tag trinken.

Pfefferminztee ist außerdem ein guter Durstlöscher.

Äußerlich
Minzöl bei Kopfschmerz auf Schläfen und in den Nacken einmassieren.
Bei Muskelschmerzen betroffene Stelle mit Minzöl einreiben.

Vorsicht
Augenkontakt mit hoch konzentriertem Minzöl vermeiden! Kann auch zu Hautreizungen führen!

Minz-Öl im Badewasser kann zu Kreislaufbeschwerden führen.
Kann bei Babys Atemlähmungen hervorrufen.


Frauenkräuter - Ackerminze bei Regelschmerzen
Als Frauenkraut hilft die Ackerminze besonders bei Menstruationsbeschwerden oder auch bei Migräne bzw. bei Kopfschmerzen vor, während oder nach der Periode.

Vorsicht:
Wegen der stimulierenden Wirkung auf die Gebärmutterkontraktion sollten schwangere Frauen die Frauenminze auf jeden Fall meiden.


Ackerminze als ätherisches Öl


21. Dez 2010 19:26
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis
Ackerschotendotter

(Erysimum cheiranthoides)

Der Ackerschotendotter gehört zur Familie der Nelkengewächse.

Er blüht zwischen Mai und Juli und wird bis zu 60 cm groß. Bei günstiger Witterung findet kurz vor dem Herbst noch eine zweite Blüte statt.

Volksnamen
Acker-Schöterich, Gänsesterbkraut, Schöterich

Wirkung und Anwendung von Ackerschotendotter
Herzbeschwerden
Krampfhusten


21. Dez 2010 19:29
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis
Ackerstiefmütterchen (Wildes Stiefmütterchen)

(Viola tricolor)


Das Ackerstiefmütterchen hat gewöhnlich zwei blauviolette Kronblätter, darunter gelbe oder blauviolette Blätter. Im Blütenzentrum kann man eine dunkle Aderung sehen, die den Insekten, vor allem Hummeln und Bienen, als Orientierungshilfe bei der Nektarsuche dienen.

Die Blütezeit reicht von Mai bis September.

Wo wächst das Ackerstiefmütterchen
Das Ackerstiefmütterchen liebt leicht saure Böden.

Die Hauptwirkstoffe des Ackerstiefmütterchens sind die Saponine. Diese wirken besonders als auswurfförderndes Mittel zum Beispiel bei Husten.
Das Ackerstiefmütterchen regt zudem die Schweißbildung an und treibt den Harn. Man setzt das Stiefmütterchen deshalb oft in Frühjahrskuren ein, oder auch zur Blutreinigung.
Äußerlich angewendet wird das Ackerstiefmütterchen z.B. für Waschungen bei so manchen Hautkrankheiten wie etwa Milchschorf bei Kleinkindern.

Volksnamen
Ackerveilchen, Ackerviole, Denkblümlein, Dreifaltigkeitskraut, Fäldänkeli, Fronsamkraut, Freisam, Freisamveilchen, Gewöhnliches, Jelängerjelieber, Jesusblümchen, Muttergottesschuh, Sammetblüemli, Stiefkindle, Schwiegerblume, Tag- und Nachtveilchen, Unnütze Sorge

Wirkung und Anwendung des Ackerstiefmütterchens

Akne
Arteriosklerose
Ekzeme
Entzündlichen Hauterkrankungen
Erkältungen
Fiebrigen Erkältungen
Gicht
Hauterkrankungen
Hautleiden
Husten
Katarrhen der Luftwege
Keuchhusten
Krätze
Milchschorf
Osteoporose
Rachitis
Rheuma
Säuglingsekzeme
Stoffwechselanregend
Trockener Husten



Anwendungsbeispiele
Äußerliche Anwendung

Einen Teelöffel Ackerstiefmütterchenkraut mit einer Tasse heißen Wasser übergießen und dreimal pro Tag die erkrankten Hautstellen damit waschen.

Innerliche Anwendung
Tee bei Erkältung
Einen Esslöffel Ackerstiefmütterchenkraut mit einer Tasse Wasser übergießen und über den Tag hinweg je eine Tasse nach den Hauptmahlzeiten trinken.

Innerliche Anwendungen unterstützen bei allen Hauterkrankungen, insbesondere bei Kindern.

Mehr dazu unter "Ackerveilchen".


21. Dez 2010 19:32
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