Heilkräuter-Verzeichnis B : Naturheilmittel, sei Dein eigener Apotheker - Seite 4




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 Heilkräuter-Verzeichnis B 
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis B
Bittermandel

(Prunus dulcis)



Vorsicht! Die Bittermandel ist giftig. Bitte nur in Fertigpräparaten verwenden!

Unter dem Begriff Bittermandel versteht man sowohl die in geringen Mengen vorkommenden bitteren Süßmandeln als auch die Mandeln der Unterart Prunus amygdalus amara.

Bittermandeln sind für den menschlichen Genuss nicht geeignet. Sie enthalten ca. 3 bis 5% Amygdalin, ein cyanogenes Glycosid, von dem während des Verdauungsprozesses die giftige Blausäure abgespalten wird.

Wirkung und Anwendung der Bittermandel
Asthma
Diphterie

Verwendete Pflanzenteile
Verwendet werden die Same


25. Dez 2010 15:45
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis B
Bittersüß

(Solanum dulcamara)


Der Bittersüß ist eine hübsche Pflanze, die durch ihre gelben Staubkegel und ihre violetten Blüten auffällt. Es ist ein Halbstrauch, der bis zu 2 m hoch werden kann. Der Bittersüß wächst in Europa, Afrika, Asien und Nordamerika. Die Blütezeit des Bittersüß ist von Juni bis August.

Da der Bittersüß ein Verwandter der Tollkirsche, dem Bilsenkraut und dem Stechapfel ist, ist auch er giftig, allerdings nicht so stark wie seine Geschwister. Jedoch sollte man unbedingt von einer Selbstanwendung absehen.

Obwohl der Bittersüß giftig ist, findet er in der Naturheilkunde eine Anwendung, zum Beispiel als Salbe bei Neurodermitis, Schuppenflechte oder Ekzemen.
Der Bittersüß hat eine Stoffwechsel anregende Wirkung, deswegen wird er als Tee oft bei Katarrhen der oberen Luftwege, bei Asthma, Keuchhusten, Gicht, Rheuma, Wassersucht und bei Ekzemen und anderen Hautkrankheiten angewendet.

Volksnamen
Bittersüßer Nachtschatten, Glanzbeere, Günzkraut, Hirschkraut, Mäuseholz, Rote Hundsbeere, Roteierle, Teufelsklatten


Wirkung und Anwendung von Bittersüß
Asthma
Ekzeme
Gicht
Katarrhe der oberen Luftwege
Keuchhusten
Neurodermitis
Rheuma
Schuppenflechte
Stoffwechselanregend
Wassersucht

Verwendete Pflanzenteile
Verwendet werden die oberen Teile der Stiele


VORSICHT
Giftig!


25. Dez 2010 15:47
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis B
Blasentang

(Fucus vesiculosus)


Der Blasentang ist reich an Jod, Mineralien und Spurenelementen. Das Jod, das auch in vielen anderen Algen enthalten ist, regt die Schilddrüse an. Algen haben eine Wirkung, die das Wohlbefinden steigern und Kraft spenden. Sie befreien den Organismus von Schlacken und Giften. Bei Abmagerungskuren werden sie eingesetzt, da man ohne zu ermüden schlanker wird. Außerdem beugen sie Calcium-, Magnesium- und anderen Mineralsalzverlusten vor.

Verwendet werden die geernteten Stämme des frischen Blasentangs. Sie werden von Muscheln befreit und gut gewaschen. Danach sollte man sie gut trocknen lassen.

Der Blasentang wächst in der Nord- und Ostsee, zudem im Atlantik und Pazifik. Die Flut schwemmt den Blasentag oft ans Ufer. Trocknet der Blasentang aus wird er schwarz.

Volksnamen
Meereiche, Seetang, Kelb, Seeeiche

Wirkung und Anwendung von Blasentang
Fettsucht
Schilddrüse
Kropf
Stoffwechselerkrankungen
Arteriosklerose
Extreme Schweissbildung
Verhütung und Behandlung von endemischem Kropf
Verwendete Pflanzenteile
Verwendet werden die Algenblätter

Sammelzeit
Die Sammelzeit ist im Juni bis zum September


25. Dez 2010 15:49
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis B
Gundermann / Gundelrebe

Der Gundermann wird auch Gundelrebe genannt.
Er erblüht von Mai bis Juli, man kann das Kraut selbst zur selben Zeit sammeln. Man trocknet es in dünnen Schichten an einem schattigen Platz.

Der Gundermann har ein ähnliches Wachstum wie der Efeu. Er kriecht am Boden entlang, und sobald er etwas findet, an dem er hochwachsen kann, rankt er in die Höhe. Die Triebe des Gundermanns werden bis zu einem Meter lang. Man hat früher zur Walpurgisnacht auch Kränze aus ihm geflochten.

Da der Gundermann schnellwächst, bedeckt er schon nach einem Jahr große Flächen. Man setzt ihn deshalb im Garten oft als schnell wachsenden Bodenbedecker ein.

Zerreibt man ein Blatt der Pflanze zwischen seinen Fingern, so entsteht ein herber bis würziger Duft. Zudem bemerkt man, daß die Haut sehr gut aufeinander gleitet. Das kommt von dem enthaltenen Öl, das übrigens auch für die hautheilenden Eigenschaften des Gundermanns ist.

Als Heilmittel kennt man den Gundermann schon seit dem 12. Jahrhundert.
Der Gundermann kann verwendet werden u.a. bei Durchfällen und bei Magenkatarrhen, er erleichtert das Abhusten bei Lungenerkrankungen und asthmatischen Anfällen, zudem wirkt er appetitsteigernd.
Äußerlich eingesetzt wird Gundermann als Gurgelmittel oder als Badzusatz, der bei Hautkrankheiten helfen kann.

Volksnamen
Blauhuder, Engelskraut, Erdefeu, Donnerrebe, Efeu-Gundermann, Gewitterblume, Grundrebli, Gundelrebe, Gundelrieme, Gutermann, Heilreif, Huderich, Soldatenpetersilie, Steinumwickler, Totenkraut, Buldermann, Wildes Katzenkraut, Zickelskräutchen

Geschichtliches um den Gundermann
Die heilige Hildegard von Bingen empfahl schon damals, das Gundermann-Kraut heiß aufzukochen und dann bei Ohrentzündungen oder auch bei Ohrensausen warm in ein Tuch gehüllt auf das entsprechende Ohr aufzulegen.

Der Name "Steinumwickler" kommt wohl daher, daß der Gundermann bei allerlei Steinleiden hilft, so z.B. bei Leberleidenm, Nierenleiden und Blasenleiden. Zudem löst der Gundermann auch die Harnsäure.

Wirkung und Anwendung von Gundermann
Regt Nieren und die Blase an
Chronischer Husten
Chronischer Schnupfen
Entzündungshemmend
Rekonvaleszenz
Schlecht heildene Wunden
Schleimlösend
Stoffwechselfördernd
Durchfall
Magenkatarrh
Erleichtert das Abhusten
appetitsteigernd
Hautkrankheiten

Verwendete Pflanzenteile
Verwendet werden die Blätter

Inhaltsstoffe
Bitterstoffe, Ätherisches Öl, Gerbstoffe

Sammelzeit
Die Sammelzeit ist von Mai bis in den Juli

Warnung
Die Pflanze darf in keinem Fall zur Selbsttherapie verwendet werden, da sie giftige Bestandteile enthält.
Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um den Gundermann

Tee
2 Teelöffel mit heissem Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen. Dieser Tee hilft gut bei Husten, denn die Blätter der Gundelrebe wirken schleimlösend.

Wirkt stärkend bei langen Krankheiten
1 Teelöffel getrocknetes oder 2 Teelöffel frisches Kraut mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten zugedeckt ziehen lassen.

Tinktur
Dazu schneidet man 1 bis 2 Hand voll Gundelrebenkraut klein und gibt es in ein Schraubdeckelglas, so daß es locker ganz gefüllt ist, dann füllt man mit 45%igem Weingeist auf.
3 Wochen stehen lassen und absieben.
Davon nimmt man bei Bedarf 3 x 30 Tropfen, Kinder die Hälfte.

Wundöl
Frische Gundelrebenblätter (von Mai bis Juni) sammeln, falls Erde daran ist, trocken abschütteln bzw. nur die sauberen Blätter verwenden, aber nicht waschen, weil zu viel Wasser das Wundöl zu sehr verdünnen würde. Ein Schraubglas locker füllen und dann die Blätter fest auf ein Drittel des Volumens zusammen pressen und an einen hellen, sonnigen und warmen Ort stellen. Nach einigen Tagen hat sich am Glasboden eine helle Flüssigkeit angesammelt - diese vorsichtig absieben und in einer dunklen Glasflasche an einem kühlen Ort aufbewahren.
Bei Bedarf, Watte mit dem Öl tränken und eitrige, schlecht heilende Wunden mehrmals täglich damit bestreichen.

Badesud
Bei Ausschlägen, Ekzemen, Ischiasleiden und Gichteignet sich die Gundelrebe als Badekraut zur Kräftigung der Muskeln und Gelenke.
5 handvoll Gundelrebenkraut in 5 Liter Wasser auskochen, absieben und dem Badewasser zufügen. Für Teilbäder reicht entsprechend weniger, z.B.2 Hand voll Gundelreben auf 2 Liter Wasser ausgekocht.

Gesichtswasser
Bei unreiner Haut und Akne hilft Gundelreben-Gesichtswasser(nur sagen)
1 handvoll Kraut mit ½ l kochendem Wasser überbrühen, kurz aufkochen, abkühlen lassen und absieben, das klärt die Haut und entfernt Hautunreinheiten.

Gegen Ohrgeräusche
Gundelreben-Saft

Bei Ohrgeräuschen und Ohrensausen träufelt man ausgepressten Gundelreben-Saft ins Ohr. Zusätzlich sollte man Gundelrebentee trinken.


Bevor Sie sich selbst mit Heilkräutern behandeln fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker!


25. Dez 2010 15:52
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis B
Blauroter Steinsame

(Lithospermum purpurocaeruleum)


Der blaurote Steinsame wächst in Europa und in Teilen Asiens. Er mag warme Gebiete, wächst dort in lichten Wäldern.

Der blaurote Steinsame ist leider inzwischen so selten geworden, daß er die "Blume des Jahres 2000" war.

Da er so selten ist, sollte man ihn nicht pflücken. Er steht zudem unter Naturschutz.

Der blaurote Steinsame wird zwischen zwanzig und sechzig Zentimeter groß. Er hat schmale Blätter, die wie eine Lanze zum Ende zulaufen. Die Blätter wachsen direkt am Stengel. Die Blätter sind zudem sehr rauh und haarig. Die blauen bis violetten Blüten zeigen sich zwischen April und Juni. Zuerst sind die Blüten rötlich, wechseln später ihre Farbe nach blau.

Aus den Blüten erwachsen bis zum späten Herbst bis zu fünf Millimeter große Samen, die hart wie Stein sind.

Zur Heilung von Krankheiten wurde der Steinsame nur im Altertum verwendet, in unserer Zeit wird er nicht mehr verwendet. Damals wurde er bei Hautproblemen, Husten, Nierensteinen und Rheuma eingesetzt.

Volksnamen
Purpurblauer Steinsame, Rotblauer Steinsame

Verwendete Pflanzenteile
Verwendet wurden das Kraut und die Wurzeln

Sammelzeit
Bitte nicht selbst sammeln, Pflanze steht unter Naturschutz!


25. Dez 2010 15:55
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis B
Blutweiderich

(Lythrum salicaria)


Der Blutweiderich wächst auf feuchten Böden, kommt also oft an Ufern, feuchten Gräben und sumpfigen Wiesen vor. Die Pflanze enthält einen hohen Gehalt an Gerbstoffe, wurde deshalb früher zum Gerben verwendet. Diese Gerbstoffe sind auch dafür verantwortlich, daß der Blutweiderich früher gegen Durchfall, Ausschlägen, Wunden und einer starken Menstruation verwendet wurde. Schon im alten Griechenland wurde der Blutweiderich zum Beispiel als Mittel gegen Ekzeme verwendet.

Wo wächst Blutweiderich
Auf mäßig nährstoffreichen, basischen, feuchten Böden, kommt vor an Ufern, auf sumpfigen Wiesen, in feuchten Gräben und Hochmooren

Wirkung und Anwendung von Blutweiderich
Ausschläge
Durchfall
Ekzeme
Wunden
zu starke Menstruationsblutung
Scheidenjucken
Scheidenentzündungen
Hauterkrankungen
zu starke Regel
Blutungen nach der Geburt
Weissfluss

Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um den Blutweiderich

Der Blutweiderich in der Frauenheilkunde

Blutweiderich kann man zu Waschungen der Scheide bei Scheidenjucken, Scheidenentzündungen, Hauterkrankungen und Ekzemen einsetzen.

Bei inneren Blutungen und zu starker Regel hilft ein Tee aus Blutweiderich sofort.

Blutweiderich und Kamille, zu gleichen Teilen gemischt und regelmäßig getrunken, hilft bei zu starken Monatsblutungen, ebenso bei Blutungen nach der Geburt. Der Arzt ist in diesem Fall aber unbedingt zu Rate zu ziehen.

Bei Frauen, die unter starkem Weißfluß leiden, bringt der Blutweiderichtee allmählich Besserung.


25. Dez 2010 15:57
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis B
Blutwurz - Tormentill

(Potentilla erecta)


Der Blutwurz ist eine Staude mit gelben, meist vierblättrigen Blüten.

Ein besonderes Merkmal zur identifizierung der Pflanze ist die rasche Rotfärbung der Schnittstelle, wenn man den Stängel abbricht. Ein Tee aus Blutwurz ist hilfreich bei Blutungen, Blutarmut, Durchfall und auch gegen Zahnschmerzen.

Früher schätzte man den Blutwurz aufgrund seiner Heilwirkung bei blutenden Wunden, daher leitet sich wohl auch sein Name ab. Der Blutwurz ist jedoch auch als "Tormentill" bekannt. Der mehrjährige Blutwurz erblüht zwischen Mai und September, man kann die Wurzeln im September, Oktober oder im März selbst sammeln. Diese werden dann zerschnitten und getrocknet.

Wie der Name Ruhrwurz schon andeutet, kann Blutwurz besonders gut gegen Durchfall helfen (dies ist übrigens auch wissenschaftlich inzwischen anerkannt). Man verwendet Blutwurz innerlich als Tee, äußerlich in Form von Umschlägen oder auch Salben z.B. gegen nässende Hautausschläge und gegen Verbrennungen. Ein Absud und eine Tinktur können als Gurgelmittel bei Entzündungen der Mandeln und der Mundschleimhaut helfen.

Volksnamen
Tormentill, Ruhrwurz


Wo wächst der Blutwurz
Der Blutwurz liebt halbschattige bis sonnige Plätze, er wächst in lichten Waldgebieten. Blutwurz mag keinen kalkhaltigen Boden, er gilt als Zeigerpflanze für einen oberflächlichen, saueren Boden.

Wirkung und Anwendung von Blutwurz
Blutarmut
Durchfall
Entzündungen im Mundraum und Rachenraum
leichte Zahnfleischentzündungen
leichte entzündliche Magen-Darm-Erkrankungen
Mundschleimhautentzündung
Rachenentzündungen
Stillen von Blutungens
Verbrennungen
Zahnschmerzen

Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um den Blutwurz
1 Teelöffel Blutwurz auf 1 Tasse Tee.
Mit kaltem Wasser ansetzen, gemeinsam zum Kochen bringen, vom Herd nehmen. Zugedeckt ca. 5 Minuten ziehen lassen, absieben. Langsam und schluckweise trinken.
2 Tassen täglich.

Blutwurztee zur Darmreinigung
Trinken Sie sechs Wochen lang pro Woche eine Tasse Blutwurz-Tee. Dies reinigt den Darm.

Bevor Sie sich selbst mit Heilkräutern behandeln fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker!


Vorsicht
Empfindliche Menschen können nach dem Verzehr von Blutwurz manchmal Magenreizungen und Erbrechen bekommen.


25. Dez 2010 16:00
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis B
Bockshornklee

(Trigonella foenum graecum)


Der Bockshornklee ist eine fast kahle Pflanze, die bis zu 50 cm groß werden kann. Er wächst in Mitteleuropa und in Asien. Der Bockshornklee ist eine sehr alte Kulturpflanze, die bereits in Indien angebaut wurde. Aber auch im alten Ägypten war sie schon bekannt. Dort wurde der Samen der Pflanze zu medizinischen Zwecken verwendet. Bei uns wurde der Bockshornklee im Mittelalter häufig genutzt. So wird die Pflanze zum Beispiel auch von Hildegard von Bingen erwähnt.

Die Blütezeit ist von Juni bis Juli. Die Blüten sind gelb-weiß, die Blätter der Pflanze ähneln denen des Klees. Die Sammelzeit des wirkstoffreichen Samens ist von Juli bis August.

Verwendung in der Naturheilkunde finden die Samen der Pflanze, die getrocknet werden.

Diese Samen haben reichlich Eiweiß und Schleimstoffe in sich. Naturheilkundlich wird der Bockshornklee in grob pulverisierter Form angewendet.

Den Aufguss, den man aus einem Teelöffel zerstoßenem Samen mit einem Viertelliter Wasser zubereitet, kann man zur Kräftigung für Rekonvaleszenten verordnen. Er wird dann zwei- bis dreimal täglich getrunken. Der Bockshornklee riecht und schmeckt nicht besonders gut, daher kann man diesem Aufguss Menthol oder Orangenöl beimengen.


Bockshornklee soll bei Abszessen und Furunkeln in Form eines Umschlags helfen, auch bei offenen Beinen, Neuralgien, Gelenkentzündungen und Ischias hat er sich bewährt.

Eine nachgewiesene Wirkung des Bockshornklee ist zum Beispiel die Vorbeugung gegen Ödeme. Diese sind verantwortlich für Krampfadern und Hämorrhoiden. Auch bei Herz-Kreislauferkrankungen und zur Stoffwechselregulation kann der Bockshornklee eingesetzt werden.

Wirkung und Anwendung von Bockshornklee
Anregung der Milchsekretion
Appetitlosigkeit
aufgesprungene Hände und Lippen
Hautentzündungen
Verdauungsstörungen
Sauerstoffoptimierung im Blut
Venen- und rheumatische Erkrankungen

Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um das Bockshornklee
Bockshornkleebrei

Zerstossenen Bockhornkleesamen mit etwas Milch zu einem Brei verkochen.

Wenn der Brei abgekühlt ist auf die entzündete Hautpartien streichen.


Bockhornklee als Gewürz in der Küche
Der Bockshornklee hat einen stark würzigen Geruch, er erinnert an frisches, geerntetes Heu. Für die Küche werden die gelb-braunen Samen verwendet - in Indien aber auch die kleinen grünen Blättchen. Der Geschmack ist leicht bitter und trotzdem aromatisch. Für den europäischen Gaumen erinnert der Geschmack an Liebstöckel. Die Samen sind in Currymischungen enthalten und manchmal auch Bestandteil von Brotgewürzen.

Man kann die gemahlenen Samen auch zu Chutneys, exotischen Fisch und Fleischgerichten verwenden.

Bockshornklee sollte immer mitgekocht werden, da er erst dann sein volles Aroma entfaltet.

Bitte lagern Sie Bockshornklee gut verschlossen, am besten auch dunkel. Gemahlener Bockshornklee sollte schnell verbraucht werden.

Tipp: In Indien ist Bockshornkleegemüse sehr beliebt. Die Blättchen werden wie Spinatnat zubereitet. In Indien verwendet man Bockshornklee besonders bei Fieber, hohem Blutdruck und Magenproblemen.


25. Dez 2010 16:03
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Bohnenkraut

(Satureja hortensis)


Bohnenkraut, auch Kölle genannt, ist im östlichen Mittelmeerraum heimisch. Es schmeckt kräftig würzig bis pfeffrig und eignet sich für alle Gerichte mit grünen und gelben Bohnen. Aber auch Suppen und Lammgerichte lassen sich damit würzen.

Man sagte der Würzkraft des Bohnenkrautes auch nach, daß sie die sexuelle Aktivität erhöhe.

Bohnenkraut erblüht im Juli bis August, sammeln kann man das Kraut von Juni bis September, danach wird es getrocknet.
Durch Karl den Großen wurde die Verbreitung des Bohnenkrautes in Europa gefördert: Er ließ das Bohnenkraut systematisch in Kloster- und Bauerngärten anbauen. Damals sollte es, zusammen mit Rosmarin, Basilikum und Thymian, das Salz ersetzen.
Naturheilkundlich wird das Kraut zur Zeit der Blüte verwendet. Es hilft u.a. bei Magen- und Darmbeschwerden, zur Unterdrückung von Krämpfen, bei Blähungen und gegen Durchfall.
Hierzu kann man einen Absud aus zwei Esslöffel Bohnenkraut mit 0,5 Liter Wasser herstellen, der 15 Minuten ziehen sollte und danach abgesiebt wird. Hiervon sollte zwei- bis dreimal täglich getrunken werden.


Hauptanwendungen des Bohnenkraut
Bohnenkraut hilft bei Magen- und Darmverstimmung und ist verdauungsfördernd.

Wirkung und Anwendung des Bohnenkraut
Sehr magenfreundlich
Fördert die Bildung von Magensäften
Durchfall
Magen- und Darmbeschwerden
Unterdrückung von Krämpfen
Blähungen
Husten
Hautreinigend

Bohnenkraut gegen Durchfall
Weil Bohnenkraut einen sehr hohen Gerbstoffanteil hat, hilft es auch bei Durchfall.
Zudem beruhigt das Kraut Magen und Darm.

Nehmen Sie zwei Teelöffel getrocknete Bohnenkrautblätter und überbrühen diese mit einer Tasse heißem Wasser. Zehn Minuten ziehen lassen und in kleinen Schlückchen trinken.

Weil man bei Durchfall viel Wasser verliert, soll man ohnehin viel trinken: Ein paar Tassen Bohnenkrauttee über den Tag verteilt dürfen´s also ruhig sein.

Bohnenkraut entschleimt bei Husten
Kratziger Husten und klebriger Schleim im Rachen? Bohnenkraut hilft.

Bohnenkraut hilft bei Husten und Verschleimung der Atemwege: Es wirkt antiseptisch bei Verletzungen im Rachen- und Halsraum und fördert damit die Heilung.

Einfach getrocknetes Bohnenkraut mit heißem Wasser übergießen, ordentlich ziehen lassen und mit dem abgekühlten Tee gurgeln.

Bohnenkraut-Kompresse reinigt die Haut
Auch für die äußerlich Anwendung hat Bohnenkraut einiges zu bieten: Die enthaltenen ätherischen Öle reinigen die Haut und sorgen für einen strahlenden Teint.

Wer unter unreiner Haut leidet, kann sich mit einer Bohnenkraut-Kompresse etwas Gutes tun:

Übergießen Sie hierfür einen Esslöffel Bohnenkraut mit einer Tasse kochendem Wasser und lassen das Kraut einige Minuten darin ziehen.

Filtern Sie dann die Flüssigkeit durch ein Sieb oder einen Teefilter. Tauchen Sie ein Tuch in den Sud, bis es sich richtig vollgesogen hat und legen das dann auf Ihr Gesicht. (Zum Beispiel während Sie gemütlich in der Badewanne liegen. Dann halten Sie es eine Weile mit geschlossenen Augen aus und außerdem tropft es auch nicht aufs Sofa.)

Noch ein Tipp:

Frisch zerdrückte Blätter des Bohnenkrauts sind ein altbewährtes Hausmittel gegen Bienen- und Wespenstiche.

Bohnenkraut fördert die sexuelle Aktivität
Bohnenkraut soll angeblich die sexuelle Aktivität steigern.
Schon im Mittelalter wurde berichtet, daß das Bohnenkraut den "ehelichen Wercken" und den "unkeuschen Begierden" Vorschub leisten solle... Allerdings sei Vorsicht angeraten: Zu viel Bohnenkraut dürfte wohl Bauchschmerzen verursachen, und dann ist es wohl vorbei mit allzu viel der sexuellen Aktivität....

Bohnenkraut hilft gegen Blähungen nach dem Verzehr von Bohnen
Es wird überliefert, daß das Bohnenkraut seinen Namen daher bekam, weil man im Mittelalter immer einen Bund des Krautes dazu bekam, wenn man Bohnen kaufte.

Heute weiß man: Dumm war das nicht, denn wer schwer verdauliche Hülsenfrüchte gegessen hat, also z.B. Bohnen und Linsen, der bekommt Blähungen. Und genau dagegen hilft das Bohnenkraut.


25. Dez 2010 16:06
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Bohnenschalen

(Phaseolus vulgaris)

Bohnenschalen sind die Schalen der bekannten Gartenbohne.
Die Gartenbohne ist eine einjährige Pflanze. Ursprünglich stammt die Gartenbohne aus dem tropischen Amerika, man findet sie aber inzwischen auf der ganzen Welt.

Die Gartenbohne erblüht Juni bis August, Ihre Fruchtklappen kann man im August und September ernten.

Zu Heilzwecken sollte man nur solche Bohnen verwenden, die strohgelb und ohne bräunliche Flecken sind.

In der Naturheilkunde verwendet man die Fruchthülsen z.B. gegen die Bildung von Harngrieß und als Mittel gegen Diabetes. Auch als harntreibenes Mittel ist ein Tee aus Bohnenschalen bestens geeignet. Aus Bohnenmehl bereitet man auch heiße Umschläge für nicht heilende Wunden und juckende Ekzeme zu.

Wirkung und Anwendung der Bohnenschale
Harngrieß
Diabetes
Harntreibend
Nicht heilende Wunden
Juckende Ekzeme

Blütezeit
Juni bis August

Sammelzeit
August und September


25. Dez 2010 16:16
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