Heilkräuter-Verzeichnis E : Naturheilmittel, sei Dein eigener Apotheker - Seite 2




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 Heilkräuter-Verzeichnis E 
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis E
Eisenhut

(Aconitum napellus)

Der Blaue Eisenhut ist eine der giftigsten (wenn nicht DIE giftigste) Pflanzen, die bei uns wachsen. Deshalb sollte man ihn nicht eigenständig einsetzen, sondern, wenn überhaupt, in Fertigpräparaten oder als homöopathisches Mittel.

Der Blaue Eisenhut gehört zur Familie der Hanhnenfußgewächse und besticht durch seine helmartigen, dunkelblauen bis violetten Blüten. Er kommt überwiegend in höheren Lagen oder in Gebirgen vor, man findet ihn in Amerika, Asien und Europa. Bevorzugt wächst er an feuchten, schattigen Plätzen, auf stickstoffreichen Böden oder an den Ufern von Bächen. Zudem wird er bei uns als Zierpflanze angebaut.

Für medizinische Zwecke wird der Wurzelstock und die zu Beginn der Blütezeit eingesammelten Pflanzenteile verwendet.

Der Blaue Eisenhut enthält viele sehr giftige Alkaloide, die das Herz, die Muskeln und das Nervensystem schädigen können. Wegen seiner Giftigkeit wird er in der Naturheilkunde gar nicht eingesetzt, dafür jedoch als homöopathisches Mittel. In geringsten Dosen wirkt der Eisenhut schmerzlindernd, so daß er zum Beispiel bei rheumatischen Schmerzen, bei Gicht oder bei Nervenschmerzen eingesetzt werden kann. Besonders bei einer schwer zu beeinflussenden Trigeminusneuralgie hilft der Blaue Eisenhut.

Typische Vergiftungserscheinungen, die nach dem Genuss des blauen Eisenhut auftreten, sind ein Kribbeln im Mund, ein Brennen im Mund, brennen in den Fingern und Zehen. Zudem kann es zu Schweißausbrüchen kommen oder zu frieren, später treten dann Symptome wie Durchfall, Ubelkeit, ein vermehrter Harnfluss und eine Schmerzunempfindlichkeit auf. In solchen Fällen sollte man unbedingt den Arzt rufen!


In der Homöopathie, wo man den blauen Eisenhut auch Aconitum nennt, verwendet man Wirkstoffe aus der blühenden Pflanze. Hier setzt man den blauen Eisenhut bei Erkältungen, Fieber, Infektionskrankheiten und bei Angst ein.

Volksnamen
Blauer Eisenhut, Fischerkappe, Fuchswurz, Gifthut, Giftkraut, Mönchshut, Reiterkappe, Sturmhut, Tübeli, Venuswagen, Wolfskraut, Würgling, Ziegentod

Wirkung und Anwendung von Eisenhut
Bitte ausschließlich in homöopathischer Form anwenden!!!


Beruhigend
Bronchitis
Erkältung
Fieber
Gicht
Herzbeschwerden
Hexenschuss
Ischias
Neuralgien
Schmerzen
Schnupfen

Englisch
Aconite

Inhaltsstoffe
Giftige Alkaloide

Sammelzeit
Gar nicht!
Eisenhut steht unter Naturschutz und ist zudem sehr(!) giftig!

Vorsicht
Der Eisenhut ist sehr(!) giftig und steht zudem unter Naturschutz.
Alleine das Sammeln des blauen Eisenhutes ist verboten, schon der Hautkontakt mit der Pflanze kann bei Kindern lebensgefährlich werden.


5. Feb 2011 14:32
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis E
Engelwurz / Angelika

(Angelica archangelica)


Die Pflanze findet man ursprünglich im europäischen Norden, also z.B. in Island, Grönland oder Nordengland. Jedoch auch in östlichen Gebieten, z.B. am Baikalsee und Transsilvanien, wächst die Angelika.

Man findet die Angelika an Gräben und Ufern, auf feuchten Wiesen, in flachen Mooren oder in Gebüschen. Zudem hat sie eine Vorliebe für Erlenwälder. Auch in verwilderten Hausgärten ist sie vereinzelt anzutreffen.
Die Angelika gehört zur Familie der Doldenblütler.

Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit dem tödlich giftigen Wasserschierling, deshalb sollte man die Pflanze sehr gut kennen, bevor man sie sammelt.
Der echte Engelwurz kommt bei uns nur vereinzelt vor. Er ist wegen seinen großen Dolden von Bienen umschwärmt. Noch heute wird in nördlichen Ländern Engelwurz als Gemüse gegessen.

Der Engelwurz wurde lange Zeit von der Schulmedizin unterschätzt: In ihm enthalten sind unter anderem Gerbstoff und Vitamin B 12, die in unserem Körper Glückshormone freisetzen. Dies kann bei leichten depressiven Verstimmungen helfen.

Angelika selbst sammeln
Man gräbt die Wurzeln von mindestens zweijährigen Pflanzen aus, wäscht sie gründlich, spaltet sie der Länge nach und läßt sie in einem warmen Raum trocknen. Bewahren Sie die getrocknete Wurzel dann gut abgeschlossen auf, da Insekten anscheinend besonders darauf stehen...

Volksnamen
Zahme Angelika, Angolkenwurzel, Argelkleinwurz, Brustwurz, Gartenangelik, Geistwurzel, Heiliggeistwurzel, Giftwürze, Gölk, Ledpfeifenkraut, Luftwurzel


Geschichten und geschichtliches zur Angelika
Man sagt, die Angelika blüht am 29. September, dem Tag des Erzengels Michael. Dieser Engel soll einem Mönch in einem Traum gezeigt haben, daß man mit Angelika die Pest heilen kann.

Früher verwendete man die Angelika für allerlei Zauber, zum Beispiel einen Verjüngungstrank. Sie wurde aber auch vielerorts als Heilmittel angewendet. Auch gegen Alkoholsüchtig, dem Rauchen oder gar der Tollwut wurde sie eingesetzt.

Eltern gaben Ihren erwachsenen Kinder ein Pulver aus Angelika in den Wein, so daß "die tobende Lust der jungen Menschen" gemäßigt wurde...

Die Angelika gehört zu all jenen, die am 11. Juli geboren wurden. Sie steht für Inspiration und leichte Schwermut. Sie gehört zudem zur Sonne und zum Sternzeichen Löwe.

Der Angelika schrieb man magische Kräfte zu. So soll sie z.B. vor Hexerei schützen, weil keine ehrbare Hexe Angelika anwendete.
Während der Pest wurde den Menschen geraten, Angelika zu kauen, damit sie sich nicht ansteckten.

Der Duft von Angelika soll, der Sage nach, inspirieren und neue Gedanken und Lösungen zeigen.

Paracelsus lobte ihren Saft als "höchste Arznei" gegen innere Infektionen.

Wirkung und Anwendung von Angelika
Abwehrsteigernd
Appetitlosigkeit
Blähungen
Depressionen
Erkältungskrankheiten
Erschöpfungszustände
Klimakterium
Kraftspendend
Kreislauf stabilisierend
Leberschwäche
Magenkrämpfe
Magenschwäche
Menstruationsbeschwerden
Nerv. Verdauungsbeschwerden
Rheuma
Stimuliert den Uterus
Stress
Verstopfung
Magenmittel
Blähungstreibend
Appetitanregend
Verdauungsfördernd
Magenleiden
Fieber
Lungen- und Rippenfellentzündung
Typhus
Schweißtreibend
Schleimlösend

Sekundär
Asthma
Migräne
Schwindel
Müdigkeit

Verwendete Pflanzenteile
Verwendet werden die Wurzeln

Familie
Angelika gehört zur Familie der Doldengewächse (Apiaceae; Umbelliferae)

Inhaltsstoffe
ätherisches Öl, Xanthotoxin, Imperatorin, Umbelliferon, Bitterstoff

Sammelzeit
Man sammelt im frühen Frühjahr oder im Spätherbst

Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um die Angelika
Die Angelika wird als Tee eingenommen oder als Tinktur verwendet.
Nehmen Sie für einen Tee einen halben Teelöffel der Wurzel auf eine Tasse Wasser.
Setzen Sie den Tee kalt an. Zur Einnahme des Tees kochen Sie ihn dann kurz auf und lassen ihn 5 Minuten ziehen.
Trinken Sie davon täglich bis zu zwei Tassen.

Abführender Tee
Angelikawurzel 10 g Enzianwurzel 10 g Rhabarber 20 g Süßholz 20 g
Zubereitung und Gebrauch: 1 Eßlöffel der Mischung auf 1 Tasse kochendes Wasser, ziehen lassen; morgens 2 Tassen im Abstand von 15 Minuten nüchtern trinken.

Angelikahautöl
1/2 Liter Olivenöl mit 5% Essenz mischen.

Angelikalikör
60 gr Angelikasamen
8 gr Samen des Fenchels
8 gr Samen des Anis 6 gr Samen des Korianders
Geben Sie dazu einen Liter Branntwein.
Dies lassen Sie 8 Tage lang ziehen und geben dann ein halbes Kilo Zucker, gelöst in einen Liter Wasser, dazu.
Dieser Likör hilft gegen Blähungen und regt die Verdauung an.


Pfarrer Kneipp empfahl die Angelika als wundschließendes Mittel und zusammenziehendes Mittel bei kleinen Geschwüren.

Sonstiges
Der Sage nach wurde die Angelika dem Menschen von einem Engel gezeigt, was sich auch im Namen niederschlug - Engelwurz.

Vorsicht
Bei zu hoher Dosierung können Nervenlähmungen auftreten.
Nicht einsetzen bei Magen- und Darmgeschwüren, da die Angelika die Produktion von Säure anregt.
Lange Sonnenbäder und intensive UV-Bestrahlung sollten vermieden werden, während man Angelika anwendet.
Es können Hautentzündungen auftreten.


5. Feb 2011 14:56
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis E
Enzian, Gelber

(Gentiana Lutea)
Gelber Enzian


Hier wird der gelbe Enzian beschrieben, der von altersher in der Naturheilkunde eine bedeutendere Stellung als der blaue Enzian hat. Vor noch gar nicht langer Zeit war der gelbe Enzian den Bauern in den Alpen ein lästiges Unkraut, das man auszurotten versuchte. Inzwischen ist die Pflanze so stark zurückgegangen, daß sie unter Naturschutz steht.

Der gelbe Enzian kommt ursprünglich aus den Karpaten. Der gelbe Enzian wird ca. einen Meter hoch und hat einen kahlen, aufrechten Stengel.

Seine Blütezeit ist von Juni bis August, die Wurzeln kann man im März sowie im Oktober und November sammeln und danach reinigen und trocknen.

Der Enzian ist ausgesprochen bitter, er wird daher z.B. zur Anregung der Magensaftbildung eingesetzt.

Man verwendet in der Naturheilkunde nur die Wurzel des gelben Enzian, die sehr viel Bitterstoffe enthält. Alle anderen Inhaltsstoffe sind nur von geringer Bedeutung, zum Beispiel der Gehalt an Gerbstoffen. Dies macht den gelben Enzian hervorragend geeignet bei der Verwendung als Magentonikum, da eine unerwünschte Reizwirkung entfällt. Aber auch Appetitlosigkeit, Blähungen, Magenschwäche und mangelnde Gallesekretion kann mit Enzian behandelt werden.

Im Altertum wurden mit dem Enzian auch Wurmerkrankungen behandelt, diese Wirkung ist aber nicht belegt und wird heute kaum mehr angewendet.

Wissenschaftlich erwiesen ist, daß Enzian Magenbeschwerden lindert. Er sollte aber dann nicht genommen werden, wenn Magen- und Darmgeschwüre vorhanden sind.

Volksnamen
Bergfieberwurzel, Bitterwurzel, Jänzene, Jäuse, Sauwurz, Zergang, Zinalwurz

Wirkung und Anwendung von Enzian
Appetitanregend
Appetitlosigkeit
Blähungen
Blutarmut
Kreislaufbeschwerden
Leber- und Gallenbeschwerden
Magenbeschwerden
Magenerkrankungen
Magenverkrampfung
Mangelhafte Gallenabsonderung und Magensekretionsbildung
Nervenschwäche
Ohnmachtsanfällen
Übelkeit
Verdauungsbeschwerden
Verdauungskrankheiten

Wirkstoffe
Alkaloide, Berberin, Bitterstoffglykoside, Gentiobiose, Gerbstoffe

Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um den Enzian
Tee
Ein Teelöffel der zerschnittenen Wurzel und mit 250 ml. kochendem Wasser übergießen.
Fünf Minuten ziehen lassen und danach absieben. Vor dem Essen trinken. Dieser Tee hilft die Verdauung in Gang zu bringen.

Enzian-Tee bei Magenleiden, Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen
Einen Teelöffel Enzianwurzel mit 250 ml Wasser kalt ansetzen, etwa fünf Stunden stehen lassen, danach absieben.
Den Tee eine halbe Stunde dem Essen langsam trinken.


Vorsicht
Bei manchen Menschen löst Enzian Kopfschmerzen aus.

Bitte NICHT selbst sammeln, da die Pflanze vom Aussterben bedroht ist!


5. Feb 2011 14:59
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis E
Erdbeere

(Fragaria vesca)


Sommerzeit - Erdbeerzeit!
Sie ist wohl die Königin der Beeren bei uns. Dieser fruchtige, süße oder sauere Geschmack der ersten Erdbeere im Sommer ist für jeden ein Genuß. Man kann daraus leckere Marmelade herstellen, Kuchen backen, in Joghurt mischen oder auch Milchshakes herstellen. Und sicherlich gibt es noch mehr Anwendungsgebiete für die Erdbeere.

Angestachelt durch warme Sonnenstrahlen, läuft die Produktion von Farbstoffen, Zuckern, Fruchtsäuren sowie hunderten Aromastoffen auf Hochtouren. Prall, rot und glänzend verführen sie zum Reinbeißen und offenbaren dabei ihr genial komponiertes Aroma. Apropos Geschmack: Es lohnt sich unbedingt, auf die hiesigen Freilanderdbeeren zu warten. Sie sind kein Vergleich zu den schon im Februar angebotenen Exemplaren aus südlichen Ländern, die oft hart, blass und wässrig wirken.

Erdbeeren versüßten den Menschen vielleicht schon in der Steinzeit, spätestens aber in der Antike den Alltag. Im Mittelalter wurden sie großflächig angebaut, und auch unsere heutige Gartenerdbeere, botanisch Fragaria ananassa genannt, gibt es schon lange: Sie entstand um 1750 durch Kreuzungen verschiedener Wildformen.
Ubrigens sind Erdbeeren gar keine Beeren, sondern sogenannte Sammelnussfrüchte. Beim roten Teil handelt es sich nur um eine Scheinfrucht, während die kleinen harten Pünktchen auf den Erdbeeren die eigentlichen Früchte bilden. Doch wie auch immer: Solange sie Saison haben, können die roten Knaller gerne eine Hauptrolle spielen. Morgens im Müsli, mittags im Eis, nachmittags im Kuchen und zwischendurch als Rote Grütze.

Denn Erdbeeren schmecken nicht nur köstlich, sondern vereinen Schlankmacher und Nährstoffquelle in einem. Ein 250-Gramm-Schälchen enthält gerade 100 Kalorien. Und obwohl Erdbeeren zu 90 Prozent aus Wasser bestehen, bringen sie mehr Vitamin C mit als Orangen oder Zitronen.

Bemerkenswert ist außerdem der Gehalt an Folsäure, die vor allem während der Schwangerschaft für eine ungestörte Entwicklung des Ungeborenen sorgt. Auch wartet keine andere heimische Frucht mit so viel Mangan auf, einem Mineralstoff, der sich unter anderem an der Knochen- und Blutbildung beteiligt. Ihre sekundären Pflanzenstoffe gelten ebenfalls als gesund, da sie krebsvorbeugende und antibakterielle Effekte besitzen. Selbst die Blätter lassen sich verwerten und werden für Teeaufgüsse bei Magen-Darm-Störungen, vor allem bei Durchfall, verwendet. Beim Einkaufen sollte man nur durch und durch rote Erdbeeren nehmen, denn nach dem Pflücken reifen sie nicht mehr nach. Erdbeeren reagieren druckempfindlich, zeigen sich anfällig für Schimmelpilze und verderben schnell. So weit lässt man es am besten gar nicht erst kommen. Idealerweise wandern sie frisch gepflückt von der Hand in den Mund. Darüber hinaus gibt es 1001 Möglichkeiten, Erdbeeren zu verarbeiten.

Unschlagbar sind sie klassisch mit etwas Zucker bestreut und einem Klecks Sahne. Man kann sie aber auch pürieren und als Milch- oder Buttermilchshake trinken. Oder in den Obstsalat schnippeln, auf einen knusprigen Mürbeteigboden schichten oder mit Joghurt, Quark oder Mascarpone verrühren. Auch in Verbindung mit ungewöhnlichen Partnern wie Aceto balsamico und Pfeffer brilliert das Erdbeeraroma. Unbedingt empfehlenswert: das Kochen von Erdbeermarmelade. Sie behält Farbe und Geschmack, wenn man sie anschließend einfriert. Wer Erdbeeren auf Vorrat püriert und in die Tiefkühltruhe steckt, kann sich im Winter ab und zu eine Portion Frühling gönnen. Am besten heiß zu einer Kugel Vanilleeis.

Aber außer dem leckeren Geschmack bringt die Erdbeere auch einiges an Heilwirkung mit:

Wirkung und Anwendung der Erdbeere
Stoffwechselprobleme
Adstringierend
Blutreinigend
Harntreibend
In der Rekonvaleszenz
Blasengries
Blasensteine
Gicht
Leberprobleme
Nierengriess
Nierensteine
Verstopfung

Verwendete Pflanzenteile
Verwendet werden die Blätter, das Kraut und die Früchte

Sammelzeit
Die Sammelzeit ist im Mai bis zum Juli

Wo findet man Erdbeere:
Waldlichtungen, Waldwege, Wegböschungen

Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um die Erdbeere
Zahnbelag

Gegen Zahnbelag: Erdbeeren helfen
Möchte man Zahnbelag entfernen, kann man mit der Zahnbürste kräftig in eine Erdbeere drücken und dann die Zähne putzen.

Walderdbeere gegen Arthrose
Nehmen Sie dazu zwei Teelöffel der Walderdbeerblätter, die Sie mit einer Tasse heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, danach absieben. Trinken Sie am Tag drei Tassen davon.


5. Feb 2011 15:03
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis E
Erdrauch

(Fumaria officinalis)
Der Erdrauch ist in Europa, Asien und Nordafrika beheimatet. Dort bevorzugt er lockeren, feuchten Boden auf Äckern, Schuttplätzen, in Gärten und an Strassenrändern.

Der Erdrauch gehört zu den einjährigen und giftigen (!) Pflanzen. Der Erdrauch erblüht von Mai bis Juli, selbst sammeln kann man zur gleichen Zeit - aber denken Sie daran, daß er giftrig ist.

In der Naturheilkunde verwendete man den Erdrauch schon in der Antike als wassertreibendes Mittel, als Gallenmittel oder gegen Verstopfungen.

Heutzutage setzt man ihn gegen krampfartige Beschwerden der Gallenblase und der Gallenwege ein, zur Reinigung des Teints, gegen Ausschläge und gegen Hämorrhoiden.

Geschichten und geschichtliches um den Erdrauch
Wenn man den Erdrauch von weitem sieht, denkt man, es steigt Rauch aus dem Erdboden hervor. Auch der lateinische Name wird von Rauch abgeleitet.

Volksnamen
Ackerrautenkraut, Grindkraut, Rauchkraut, Katzenkerbel, Katzenklee, Erdgalle, Feldraute

Wo findet man Erdrauch:
Äcker und Wegränder

Wirkung und Anwendung von Erdrauch
Gallenkoliken
Gicht
Hautleiden
Migräne
Verstopfung
Wassersucht (harntreibend)

Vorsicht
Erdrauch ist giftig!
Nur unter ärztlicher Aufsicht angewenden!


5. Feb 2011 15:05
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis E
Esche

(Fraxinus Excelsior)


Die Esche ist ein Baum, der bis zu 30 m hoch wird. In der Naturheilkunde werden die Blätter verwendet, die noch jung aber schon voll entwickelt sein sollen. Vor dem Trocknen sollte man die Mittelrippe entfernen. Die Trocknung sollte in einem gut belüfteten Raum, am besten schattig, erfolgen.

Tee aus Eschenblättern ist leicht harntreibend, abführend und wird bei Wasserstauungen im Körper verwendet. Eine kranke Niere wird stimuliert, ohne gereizt zu werden. In der Naturmedizin wird sie auch bei Rheuma und Gicht verwendet.

Volksnamen
Asche, Geisbaum, Oesch, Wundbaum

Wirkung und Anwendung von Esche
Blasenleiden
Fieber
Gicht
harntreibend
Nierenleiden
Rheuma
Verstopfung
Wassersucht

Wirkstoffe
Flavonoide, Cumarine, Bitterstoffe, Harz, Gerbstoffe und ätherisches Öl

Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um die Esche
2 Teelöffel der getrockneten Blätter mit 250 ml. Wasser ansetzen, zum Kochen erhitzen und 3 Minuten ziehen lassen. Danach absieben und auf Trinktemperatur abkühlen lassen. Täglich 3 Tassen davon trinken.


5. Feb 2011 15:07
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis E
Estragon

(Artemisia dracunculus)


Estragon gehört zu den mehrjährigen Stauden und erblüht zwischen Juli und September. Das Kraut des Estragon kann man im Juli und im August sammeln und danach trocknen. Im Mittelalter verwendete man den Estragon gegen die Pest und auch gegen Skorbut.

In der Naturheilkunde setzt man heutzutage den Estragon zur Appetitanregung und zur Verbesserung des Stoffwechsels ein. Estragonblätter, die man kaut, werden gegen Sklerose und bei Gefäßschäden empfohlen.

Volksnamen
Eierkraut, Trachant, Dragunwermut, Bertram, Kaisersalat, Biertram, Drabenkraut, Drachantkraut, Dragon, Dragonellikraut, Drakonkraut, Escadron, Schlangenkraut, Trabenkraut

Sagen-haftes zum Estragon

Laut Sage bekam der Estragon seinen lateinischen Namen von der römischen Göttin Diana.

Im französischen bedeutet das Wort Estragon so viel wie kleiner Drache. Dies kommt daher, dass die dünnen langen Blätter des Estragon Zungen von Drachen ähneln und die Wurzeln, die aufgerollt und verdreht sind, wie ein Schlangenkörper aussieht.

Wenn man unter Zahnschmerzen leidet, so soll man Estragonwurzeln kauen.


Zur Vorbeugung gegen Erschöpfung soll man sich Estragonzweige in die Schuhe legen.

Bereits im alten Rom nahmen die Soldaten Estragon gegen Erschöpfung.

Im alten Indien stellte man einen Trank aus Estragon und Fenchel her, der Stärke verleihen sollte.

Früher glaubte man, dass durch Estragon Schlangenbisse geheilt werden können und Stiche von Wespen gelindert werden würden. Im alten England verwendete man Estragon zur Steigerung des Appetits.

Hauptwirkung des Estragon
Estragon gilt als appetitanregend, magenberuhigend, entkrampfend und entwässernd.

Wirkung und Anwendung des Estragon
Appetitlosigkeit
Beruhigend
Blähungen
Fieber
Frühjahrsmüdigkeit
Gicht
Husten
Magenschwäche
Muskelkrämpfe
Menstruationsfördernd
Harntreibend
Gallenschwäche
Nieren anregend
Schluckauf
Schmerzstillend
Stoffwechsel fördernd
Rekonvaleszenz
Rheuma
Nervosität
Schlaflosigkeit
Vitamin C Mangel
Wechseljahrsbeschwerden
Würmer
Zahnschmerzen
Ödeme
Übelkeit

Englisch
Tarragon

Verwendete Pflanzenteile
Verwendet wird das blühende Kraut

Sammelzeit
Gesammelt wird vom Mai bis Juli
Estragon als ätherisches Öl


5. Feb 2011 15:10
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Eukalyptus

(Eucalyptus globulus)
Eukalyptus


Obwohl jeder bei Eukalyptus sofort an Hustenbonbons denkt, kennt doch kaum jemand die Pflanze. Es ist ein Baum, der bis zu 40 m hoch werden kann. Eukalyptus ist vor allem in tropischen und subtropischen Regionen heimisch, vor allem in Australien wächst er sehr häufig. Er ist dort die Hauptnahrung der Koala-Bären. Dort gibt es mehr als 500 bekannte Arten. Eukalyptus ist eine sehr schnell wachsende Pflanze, die einem buchstäblich über den Kopf wachsen kann.

Der Eukalyptus wird auch Fieberbaum genannt.

Naturheilkundlich verwendet werden die Blätter, aus denen man Tee oder Eukalyptus-Öl herstellen kann. Ein solches Öl wirkt antiseptisch, schleimlösend und kühlend. Tatsächlich ist Eukalyptus-Öl ist in vielen Fertigpräparaten enthalten, z.B. in Salben, Bonbons, Säften oder Einreibungen.

Wirkung und Anwendung von Eukalyptus
Blasenerkrankungen
Bronchitis
Desinfizierend
Entkrampfend
Husten
Nervenschmerzen
Rheuma
Eukalyptus

Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um den Eukalyptus
Erkältungstee

2 Teelöffel Blätter - mit 1/4 l kochendem Wasser aufgießen - nach 10 Minuten absieben. Täglich 3 Tassen trinken.

Gegen Husten
ca. 1 Teelöffel Schweineschmalz auf der Brust verreiben, mit Eukalyptusöl betröpfeln und mit Leinen- oder Baumwolltuch abdecken. Das Ganze mit einer elastischen Binde fixieren und über Nacht einziehen lassen.


Nebenwirkungen
In seltenen Fällen können nach Einnahme von Eukalyptus-Zubereitungen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten.

Bei Säuglingen und Kleinkindern sollten Eukalyptus-Zubereitungen nicht im Bereich des Gesichts, speziell der Nase, aufgetragen werden. Erstickungsgefahr!

Vorsicht
Bei Überdosierung kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfällen kommen.
Eukalyptus als ätherisches Öl


5. Feb 2011 15:13
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