Heilkräuter-Verzeichnis E : Naturheilmittel, sei Dein eigener Apotheker




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 Heilkräuter-Verzeichnis E 
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Ungelesener Beitrag Heilkräuter-Verzeichnis E
Eberesche - Vogelbeere

(Sorbus aucuparia)


Wirkung und Anwendung der Eberesche
Abführend
Harntreibend
Darmträgheit
Nierenleiden
Wassersucht


6. Jan 2011 12:24
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis E
Eberraute

(Artemisia abrotanum)


Die Eberraute nennt man auch Stabwurz oder Stangenwurzel.

Die Eberraute erblüht zwischen August und September, sammeln kann man Eberraute von Juli bis August. Man sollte die Eberraute getrennt von anderen Kräutern trocken, am besten an einer schattigen Stelle. Danach sollte man es in dunklen Gläsern aufbewahren.

In der Naturheilkunde setzt man die Eberraute bei Verdauungsstörungen ein, es hilft bei Blähungen und gegen Darmparasiten. Zudem wirkt Eberraute schweißtreibend.

Anwendung
Tee

Zwei Teelöffel Eberraute auf eine Tasse kochendes Wasser, zweimal am Tag getrunken, wirkt stärkend.
Bäder mit Eberraute, auch Kompressen und Umschläge, können bei Wunden und Erfrierungen helfen.


6. Jan 2011 12:26
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis E
Eberwurz (Silberdistel)

(Carlina acaulis)


Die Silberdistel gehört zu den Pflanzen, die unter Naturschutz stehen. Man darf sie deswegen nicht selber sammeln.

Sie wächst gerne auf kalkhaltigen Böden und trägt in der Blütezeit rosa bis violette Blüten, die einen Durchmesser von bis zu 13 cm haben können. Diese Blüten verschließen sich bei feuchtem Wetter, so dass die Silberdistel auch den Namen Wetterdistel bekommen hat.

Die Silberdistel gehört zu den mehrjährigen Pflanzen. Sie erblüht von Juni bis September. Die Wurzeln kann man im September und Oktober selbst sammeln. Diese werden getrocknet und danach in verschlossenen Behältern aufbewahrt.

Schon in der Antike war die Heilwirkung der Silberdistel bekannt. Man setzte sie damals z.B. gegen Hautausschläge ein, aber auch gegen Bandwürmer und die Pest.

In der Naturheilkunde verwendete man die Silberdistel als harn- und schweißtreibendes Mittel. Zudem sollte sie bei Verdauungsstörungen, zur anregung des Appetits und als Abführmittel helfen.

Äußerlich angewandt wurde die Silberdistel u.a. bei Hautausschlägen, gegen Pilzerkrankungen, bei Ekzeme und Flechten.

Man sollte jedoch bedenken, daß die Pfahlwurzel der Silberdistel leicht giftig ist. Heutzutage wird die Silberdistel zu Heilzwecken deshalb kaum noch eingesetzt. Sollte man sie jedoch trotzdem verwenden wollen, so sei zu beachten, dass es bei einer äußerlichen Anwendung zu Allergien kommen kann.

Die Silberdistel war im Jahre 1997 die Pflanze des Jahres, wohl auch deshalb, da der Bestand immer weiter zurückgeht.

Sagen-haftes zur Silberdistel
Schon im Mittelalter galt die Silberdistel als Gegengift und als Pflanze für allerlei Zauberei.

Einer Sage nach soll Karl dem Großen die Silberdistel von einem Engel als Mittel gegen die Pest empfohlen worden sein. Tatsächlich jedoch ist die Wirkung gegen die Pest eher niedrig.

Wahrscheinlich wurde die Silberdistel bereits in der Steinzeit als Gemüse verwendet.

Eine Silberdistel-Wurzel, um den Hals gehängt, hilft nach Hexenglauben gegen Hexenschuss.

Volksnamen
Silbersonne, Nebelpflanze, Jägerbrot, Wetterdistel, Eberwurzel, Eberwurz, Heustecher, Jägerdistel, Juradistel, Karlsblume, Karlsdistel, Regenwurzel, Röhndistel, Silberdistel, Stengellose Tschöggli,

Wirkung und Anwendung von Silberdistel
Abführend
Abführmittel
Akne
Antibiotisch
Bronchialkatarrh
Dermatosen
Ekzem
Erkältung
Fieber
Gastritis
Geschwüre
Harntreibend
Harnbeschwerden
Harnverhaltung
Hautkrankheiten
Hautkrankheiten
Hexenschuss
Krampflösend
Mundkrebs
Pest
Prostataerkrankungen
Schweißtreibend
Verdauungsbeschwerden
Verstopfung
Wassersucht
Wunden
Würmer

Englisch
Dwarf carline thistle oder Silver thistle

Verwendete Pflanzenteile
Verwendet werden die Wurzeln und die Blüten

Sammelzeit
Gesammelt wird im Spätherbst, aber bitte nicht selbst sammeln, da die Pflanze geschützt ist

Nebenwirkungen
Kann Allergien auslösen, ist giftig, kann zu Ubelkeit, Durchfall und Erbrechen führen

Anwendungsbeispiele
Als Mundspülung

Gegen Zungenkrebs soll ein starker Tee aus zwei zwei Teelöffeln Silberdistelwurzeln helfen, mit dem man regelmäßig den Mund spült.

Als Umschlag
Ein starker Tee aus zwei Teelöffeln Silberdistelwurzel kann bei Hauterkrankungen helfen.

Vorsicht
Nehmen Sie die Silberdistel nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit ein
Vorsicht bei einer gegebenen Korbblütlerallergie
Die Silberdistel ist eine geschützte Pflanze. Sie darf in freier Natur nicht gesammelt werden.


6. Jan 2011 12:35
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis E
Edelgamander

(Teucrium chamaedrys)


Obwohl der Edelgamander heute in der einschlägigen Literatur der Phytotherapie kaum erwähnt wird, wurde er bereits im klassischen Griechenland medizinisch verwendet. Dioskurides rühmte das Kraut zur Linderung von Husten und Asthma.

In früheren Notzeiten wurden die Blätter als Schwarztee-Ersatz oder Schnupftabak-Surrogat gebraucht. Ferner dienten die getrockneten Sprossspitzen zum nikotinfreien Rauchen.

Der deutsche Kaiser Karl V. (1500 - 1558) soll sogar durch eine 60tägige Kur mit Edelgamandertee von seiner Gicht befreit worden sein.


Wirkung und Anwendung von Edelgamander
Asthma
Gicht
Husten
Langsam heilende Wunden
Magenbeschwerden


18. Jan 2011 16:19
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis E
Edelkastanie

(Castanea sativa)
Die Edelkastanie bzw. Kastanie kennen viele aus ihrer Kindheit, nämlich davon, daß man im Herbst lustige Männchen damit basteln kann.

Man findet die Edelkastanien im Herbst auf dem Boden liegen, teilweise noch in ihrer stacheligen Hülle eingepackt. Kinder sammeln sie gerne und spielen damit. Sie sind aber nicht nur ein nettes Spielzeug für die Kinder, man kann sie auch essen, so wie die verwandte Marone. Darin enthalten ist ein hoher Anzteil von Zucker und Stärke, sie hat also einenhohen Nährwert (und viele Kalorien...). Daher kommt übrigens auch der Name Esskastanie. Man röster sie bzw. brät sie, nach Geschmack in etwas Honig oder Zucker, und gerade im Herbst werden sie so eine wunderbare Leckerei.

Die Edelkastanie hat zusammenziehende Eigenschaften, sie wird in der Pflanzenheilkunde deshalb z.B. bei Durchfall eingesetzt. Sie hat aber auch schleimlösende und entzündungshemmende Eigenschaften, was sie auch bei Husten oder einem Katarrh interessant macht. Der hohe Gerbstoffanteil der Blätter des Baumes, die man am besten im frühen Herbst, also September oder Oktober, sammelt, empfiehlt die Edelkastanie bei Beschwerden wie Keuchhusten oder Bronchitis.

Für Heilzwecke ist die Edelkastanie heutzutage aber nicht mehr allzu sehr in Gebrauch.

Geschichten und geschichtliches
Früher wurde die Esskastanie aufgrund ihres hohen Nährwertes durchaus in den Speiseplan mit eingebaut.

Die Heilwirkung der Blätte war schon im Altertum bekannt.

Volksnamen
Echte Kastanie, Edelkastanie, Eßkastanie

Wirkung und Anwendung der Edelkastanie
Bronchitis
Durchfall
Keuchhusten
Rheuma

Englisch
Sweet chestnut (Wird so die Edelkastanie auch als Bachblüte bezeichnet)

Verwendete Pflanzenteile
Verwendung finden die eigentlichen Samen und die Blätter

Sammelzeit
Gesammelt werden die Kastanien im Herbst

Anwendungsbeispiele
Tee
Nehmen Sie dazu fünf Gramm getrockneter Blätter, die sie mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, dann fünf Minuten ziehen lassen und schließlich absieben.
Dieser Tee empfiehlt sich unter anderem bei Bronchitis oder Keuchhusten.


18. Jan 2011 16:21
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis E
Efeu

(Hedera helix)


Efeu ist Arzneipflanze des Jahres 2010.

Jeder kennt den Efeu, der an Hauswänden hochwächst und so ganze Fassaden verziert.

In der Naturheilkunde war der Efeu bereits im Mittelalter eine sehr wichtige und auch beliebte Pflanze, spielt heute jedoch wegen seiner Giftigkeit nur noch eine geringe Rolle in der Naturmedizin. Wegen seiner Inhaltsstoffe, vor allem dem hohen Anteil an Saponinen, wird er aber immer noch bei Husten, Bronchitis und Keuchhusten verwendet. Zusätzlich hemmt der Efeu das Wachstum von Organismen, die Krankheiten erregen können.

Bei zu hoher Dosierung ist der Efeu giftig, deswegen sollte er innerlich nicht angewandt werden. Als Umschlag oder Packung kann er seine Heilwirkung jedoch voll entfalten.

Geschichtliches und Sagen um den Efeu
Der Efeu war im im alten Griechenland dem Gott Baccus geweiht. Laut Sage wurde er durch eine der schnell wachsenden Efeuranken vor den Blicken der sehr rachsüchtigen Gattin des Zeus gerettet.

Der Efeu wurde in der Pflanzenheilkunde schon von Hippokrates und Dioskurides empfohlen.


Efeu wurde schon im Mittelalter gegen Hühneraugen eingesetzt. Laut Uberlieferung soll Efeu, wenn man ein Blatt davon innerhalb von von 24 Stunden zwei mal auf das Hühnerauge auflegt, das Hühnerauge vertreiben.

Wenn der Efeu erst einmal irgendwo Halt gefunden hat, so löst er sich nicht wieder so leicht von seinem Partner ab - Dieses machte ihn zu einem Symbol für die Treue und die Unsterblichkeit.

Mädchen trugen zum 1. Mai einen Efeukranz, auf daß er den Geliebten herbeigelockt werden sollte.

Eine schöne Geschichte aus Tristan und Isolde besagt, daß nach dem Tod der Beiden sie auf verschiedenen Seiten einer Kirche begraben wurden. Aus ihren Gräbern wuchs Efeu, der sich auf dem Dach der Kirche vereinigte. So waren sie auch im Tode miteinander verbunden.

Volksnamen
Adamsblätter, Eppich, Eppig, Ewigheu, Hühneraugenkraut, Mauereppich, Wintergrün

Wirkung und Anwendung von Efeu
Bronchitis
Cellulitis -Geschwüre
Gicht
Hühneraugen
Keuchhusten
Menstruationsregelnd
Rheuma
Zellulitis

Verwendete Pflanzenteile
Verwendet werden die Blätter (Blüten)

Inhaltsstoffe
Saponine

Sammelzeit
Gesammelt wird im Mai bis August




Warnung
Wegen der toxischen Bestandteile der Pflanze ist von einer Selbsttherapie dringend abzuraten.


18. Jan 2011 16:23
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis E
Ehrenpreis

(Veronica officinalis)


Der Ehrenpreis ist eine mehrjährige Pflanze. Der Ehrenpreis erblüht von Juni bis August. Das Kraut kann man ebenfalls von Juni bis August sammeln.

In der Naturheilkunde setzt man den Ehrenpreis zur Appetitanregung ein, bei Verdauungsbeschwerden und bei Husten. Fertigen Sie dazu einen Tee aus einem TL Ehrenpreis und einer Tasse heißem Wasser an. Trinken Sie davon zwei Tassen am Tag.

Frischer Saft des Ehrenpreis kann den Stoffwechsel verbessern und soll gegen Rheuma und hilft bei Nierenerkrankungen.

Äußerlich angewendet hilft der Ehrenpreis bei Rheuma und allerlei Hautkrankheiten.

Wo findet man Ehrenpreis:
Heideland, Waldränder, lichte Wälder


18. Jan 2011 16:26
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis E
Eibe

(Taxus baccata L.)


Die Eibe ist ein immergrüner Nadelbaum, der nur sehr langsam wächst und sehr alt werden kann. Man kennt Exemplare, die über 2000 Jahre alt sind.


Die Eibe bevorzugt schattige Plätze, vielleicht liegt es auch daran, daß man früher einen Zusammenhang mit der Unterwelt und dem Jenseits mit der Eibe herstellte.

Die Eibe trägt im Herbst rote Früchte, die schon von weitem leuchten. Und gerade diese Früchte, genauer gesagt der Fruchtfleisch-Samenmantel, sind das Einzige an der Eibe, das ungiftig ist.

Ansonsten ist die Eibe eine sehr giftige Pflanze, die man heutzutage in reiner Form in der Naturheilkunde nicht mehr anwendet.
Inzwischen weiß man jedoch auch, daß Wirkstoffe der Eibe z.B. bei Krebs eine positive Wirkung besitzen.

In homöopathischer Potenz, d.h. stark verdünnt, verwendet man die Eibe z.B. gegen Rheuma, bei Lebererkrankungen, Herzerkrankungen, Ausschlägen der Haut und bei Gicht an. In der Homöopathie nennt man die Eibe übrigens Taxus baccata.

Sagen-haftes zur Eibe
Aufgrund ihres hohen Alters und ihrer Giftigkeit war die Eibe natürlich schon immer Ursprung von Sagen und Geschichten. So wurde die Eibe z.B. in vielen Kulturen als heilig angesehen.

Natürlich wurde ihr auch so allerlei Zauberwirkung nachgesagt, zum Beispiel, daß sie böse Geister vertreibe oder Toten-Geister heraufbeschwören könne. Und schließlich fertigte man auch Zauberstäbe aus dem Holz der Eibe. Und leider, leider, leider, wurde die Eibe aufgrund ihrer Giftigkeit besonders im Mittelalter immer wieder als Mordgift eingesetzt.

Übrigens wurde lange Zeit das Holz der Eibe wegen seiner festen Elastizität auch für Bögen, Pfeile und Armbrüste verwendet. Im England des Mittelalters wurden deshalb ganze Landstriche abgeholzt und für Waffen geopfert.

Der Bestand an Eiben ist inzwischen auch bei uns so weit zurückgegangen, daß die Eibe und Naturschutz steht. Wahrscheinlich war auch deshalb die Eibe der Baum des Jahres 1994.

Auch Dioscurides beschrieb schon die Giftigkeit der Eibe, u.a. daß man schon davon sterben könne, wenn man unter einer Eibe schlief.

Plinius warnte davor, aus Eibenholzgefäßen zu trinken.

Eibensaft wurde von den Kelten als Pfeilgift eingesetzt.


Volksnamen
Bogenbaum, Eife, Ibenbaum, Ifenbaum, Iwenbaum, Kandelbaum, Roteibe, Taxe, Taxbaum, Ybe, Ypenbaum

Überlieferte Wirkung und Anwendung der Eibe

Wirkt abführend
Abführmittel
Bei Blasenleiden
Ist Herzstärkend
Wirkt menstruationsfördernd
Ist wurmtreibend
Bei Krebs
Bei Ovarialkarzinom
Bei Husten
Als Insektenbekämpfungsmittel
Bei Katarrhen
Bei Krätze
Wirkt krebshemmend
Bei Mammakarzinom
Bei Skorbut
Bei Wurmerkrankungen bzw. –befall
Wirkt zellteilungshemmend

Zugehörige Pflanzenfamilie
Die Eibe gehört zu Familie der Eibengewächse (Taxaceae)

Auf Englisch
Common Yew, Yew

Verwendete Pflanzenteile
Früher wurden alle Pflanzenteile verwendet, heutzutage wegen der Giftigkeit bitte keine Selbstmedimendikation!

Inhaltsstoffe
U.a. Vitamin C, Taxine A, B und C, Diterpene, Taxication u.a.

Sammelzeit der Früchte
Die Früchte kann man ab September sammeln

Anwendungsbeispiele der Eibe
...entfallen aufgrund der hohen Giftigkeit. Bitte nicht selbst anwenden!

Vorsicht
Sehr giftig!

Bitte bewahren Sie Ihre Kindern vor dem Kontakt mit dem Saft oder den Nadeln der Eibe.

Bitte verzehren Sie auch nicht demonstrationsweise die ungiftigen Früchte der Eibe, es könnte der Eindruck entstehen, daß die Eibe generell ungiftig ist!


Alle Teile der Eibe, mit Ausnahme des roten Samenmantels, sind sehr giftig. in der Eibe enthalten sind alkaloidähnliche Substanzen und blausäureartige Verbindungen.

Eine medizinische Behandlung sollte bereits nach dem Verzehr von drei bis fünf Nadeln oder dem Zerbeißen einiger weniger Samenkerne dringend erfolgen.

Typische Vergiftungserscheinungen sind
Übelkeit
Erbrechen
Bauchschmerzen
Schwindel
Zittern
Bewusstseinstörungen
In größeren Mengen führt der Verzehr zu tödlichen Herzrhythmusstörungen.


24. Jan 2011 15:30
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis E
Eibisch

(Althaea officinalis)

Der ursprünglich in Südeuropa heimische Eibisch gehört zu den mehrjährigen Pflanzen. Er wird bis zu zwei Meter groß. Aus seinen Wurzeln erwachsen im Frühling rundliche Blätter. Erst danach bildet sich der Stengel der Pflanze. Auch am Stengel wachsen später Blätter, die samtige Härchen zeigen.

Die Blütezeit des Eibisch reicht von Juni bis in den August. Aus diesen Blüten erwachsen später kastenartige Früchte.

Wenn Sie die Wurzeln selbst sammeln möchten, so empfiehlt sich das im frühen Frühjahr bzw. im Herbst nach der Blüte.
Die Sammelzeit für die Blüten ist dann, wenn die Blüten gerade frisch erblüht sind.

Die Blätter des Eibisch sammelt man erst dann, wenn die Blütezeit vorüber ist. Denn dann ist der Schleimgehalt am höchsten.

Der Eibisch ist ein Abkömmling der Familie der Malvengewächse. Wie die Malve auch findet man ihn oftmals in Gärten.

Einer der wichtigsten Inhaltsstoffe ist der Schleim, den der Eibisch in großer Menge bildet. Deswegen sollte man den Eibisch übrigens auch nicht kochen, sondern immer kalt ansetzen. Die Schleimstoffe würden sonst verloren gehen. Diese Schleimstoffe haben eine lindernde Wirkung auf die Schleimhäute, haben deshalb eine hervorragende Wirkung bei Atmungwegserkrankungen, bei Rachenkatarrhen, Husten, Heiserkeit, Halsschmerzen und Magen- und Darmschleimhautentzündungen oder Verdauungsbeschwerden bzw. Erkrankungen der Verdauungswege.

Zudem hilft der Eibisch auf bei allerlei Hautproblemen, etwa Hautreizungen oder zur Wundbehandlung. Man setzt ihn dann als Umschlag oder als Badezusatz ein.

Seine Heilwirkung war übrigens schon in der Antike bekannt.

Volksnamen
Altee, Alter Thee, Flußkraut, Heilwurz, Hilfwurz, Ipsch, Samtpappel, weiße Pappel, Flußkraut

Wirkung und Anwendung von Eibisch
Bronchitis
Durchfall
Halsentzündungen
Husten
Leichte Verbrennungen
Luftröhrenentzündungen
Magen- und Darmschleimhautentzündungen
Rachenkatarrh
Heiserkeit
Halsweh

Englisch
Marsh Mallow

Volksnamen
Adewurzel, Flusskraut, Heilwurz, Hilfwurz, Samtpappel, Schleimwurzel, Weisswurzel

Verwendete Pflanzenteile
Man verwendet in der Naturheilkunde die Blätter, Blüten und Wurzeln

Sammelzeit
Man sammelt die Wurzel von September bis November oder im frühen Frühjahr

Anwendungsbeispiele für den Eibisch

Man kann den Eibisch aufgrund seiner Schleimstoffe immer da verwenden, wo eine schützende Eigenschaft gewünscht wird.
Beispiele dafür wären Erkrankungen der Atemwege, Hautreizungen oder gereizte Verdauungsorgane.

Einen Eibisch-Tee...
...stellen Sie her, indem Sie einen Kaltauszug mit Eibisch herstellen. Nehmen Sie dazu drei Teelöffel kleingeschnittener Eibisch-Wurzeln, die Sie in eine Tasse kaltes Wasser geben. Dann acht Stunden stehen lassen.
Danach absieben und lauwarm erwärmen.

Man kann einen Eibisch-Tee auch aus Blüten und Blättern herstellen, ebenfalls kalt angesetzt. Dafür reichen dann zwei Teelöffel für eine Tasse.

Einen Eibisch-Tee kann man übrigens auch als Gurgelmittel oder als Mundspülung verwenden, z.B. wenn man eine Entzündung im Rachenraum hat.

Äußerlich angewandt als Umschlag, Badezusatz oder für eine Waschung eignet sich der Eibisch bei Hauterkrankungen, etwa bei Ekzemen oder auch bei Brandwunden.

Der Eibisch in der Küche
Eibischwurzel ist sehr nahrhaft, schmeckt aber nicht besonders intensiv. Die Blätter und Blüten kann man für einen Salat verwenden.

Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um den Eibisch
Halsentzündungs-Gurgelmittel mit Eibisch
2 Teelöffel Eibischwurzel (zerkleinert) oder Eibischblätter
Man übergießt den Eibisch mit 1 Tasse kaltem Wasser, läßt über Nacht stehen und siebt ab.


5. Feb 2011 14:17
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis E
Eiche

(Quercus robur)


Von der Eiche verwendet man in der Naturheilkunde nur die Rinde. Diese sammelt man im Frühling, genauer im März und im April. Am besten verwendet man die Rinde von jungen Bäumen, wo man die Rinde vom Stamm und den jungen Zweigen schält. Danach trocknet man die Rinde sonnig oder in Zugluft.

In der Naturheilkunde nützt man die Eichenrinde innerlich als Tee z.B. gegen Durchfall und Magen- und Darmkatarrhen. Dazu bereitet man einen Tee aus einem TL der Rinde auf eine Tasse Wasser. Davon sollte man dreimal am Tag eine Tasse trinken.

Äußerlich angewendet als Badezusatz hilft die Rinde der Eiche u.a. gegen Erfrierungen, Verbrennungen, Hämorrhoiden und Pilzbefall. Aber auch bei Fußschweiß kann ein Absud helfen.

Die in der Eichenrinde enthaltenen Gerbstoffe können die oberen Haut- und Schleimhautschicht anregen, das Eindringen von Krankheitserregern zu verhindern.

Eichenrinde gegen entzündete Haut
Aufgrund des hohen Gerbstoffgehaltes setzte man die Rinde zum gerben von Leder ein. Inzischen verwendet man keine Eichenrinde mehr, man verwendet chemische Mittel. In der Pflanzenheilkunde jedoch hilft die Eiche immer noch der Haut, etwa bei entzündlichen Hauterkrankungen, bei Schleimhautentzündungen im Mundbereich, aber auch z.B. bei Durchfall, wenn die Darmwand gereizt ist.

Man löst im Frühling die Rinde von jungen Zweigen ab, da bei älteren Zweigen der enthaltene Gerbstoff zum Großteil in andere, nicht gerbende Stoffe umgewandelt wurden.

Diese Gerbstoffe haben eine zusammenziehende Wirkung. Sie dichten deshalb offene und/oder entzündete Hautbereiche ab und lindern einen bestehenden Juckreiz.
Wenn man unter Durchfall leidet, können Gerbstoffe verhindern, daß zu viel Wasser ins Darminnere strömt. Trinken Sie hierzu einen Tee aus einem Gramm Eichenrinde, die sie mit 250 ml kaltem Wasser ansetzen, dann kurz aufgekochen lassen und 5 Minuten ziehen lassen, dann absieben. Trinken Sie dreimal am Tag eine Tasse des Tees, jeweils eine halbe Stunde vor den Hauptmahlzeiten.

Für Umschläge oder Spülungen verwenden Sie 20 Gramm Eichenrinde, die Sie zusammen mit einem Liter Wasser auf die gleiche Art und Weise herstellen.

Sagen-haftes zur Eiche
Einmal vor alten Zeiten waren die Ochsenhalter gar so schlimm und ausgelassen. Sie fluchten, schalten, sangen schlechte Lieder und übten allerlei böse Streiche zum Ärger der übrigen Leute. Das beobachtete einstmals der Teufel bei einem Rundgang auf der Erde und bekam Lust, die Ochsenhalter allesamt zu holen. Gott jedoch sprach zum Bösen: „So lange Blätter an den Bäumen hangen, darfst du nicht nach den Ochsenhaltern gelangen." Der Teufel denkt sich: „Kommt nur der Spätherbst, dann mach ich meine Ernte." Der Spätherbst kam, die Blätter fangen an zu fallen und fallen ab bis auf die der Eichen, besonders der Wintereiche. Der Böse wartet noch eine Weile, die Schneeflocken kommen schon heran, die Ochsenhalter haben sich bereits in gute Ruhe begeben, aber die Eichenblätter wollen noch immer nicht herabfallen. Endlich springt der Böse voll Wut auf die Eichbäume hinauf und will das Laub mit den Zähnen herunterreißen. Er zerriß dabei wohl die Blätter, aber sie fielen dennoch nicht herab.
Daher esehen die Blätter der Eichen wie von Zähnen zerbissen aus. Auf diese Art wurden die Eichen die Schutzbäume der Viehhirten.
Quelle: Sagenreise ins Pielachtal, Sagen, Erzählungen, Geschichten - aus dem reichen Sagenschatz des Pater Willibald Leeb.

Wirkung und Anwendung von Eiche
Augenlidentzündungen
Durchfall
Ekzeme
Fußschweiss
Frostbeulen
Hämorrhoiden
Magen- und Darmschleimhautentzündungen
Zahnfleischbluten

Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um die Eiche
Gurgelwasser und Spülung mit Eichenrinde
Gurgelwässern und Spülungen mit Eichenrinde helfen bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenbereich.
Nehmen Sie dazu zwei Eßlöffel Eichenrinde und drei Tassen Wasser, kochen Sie dies auf. Nach fünf Minuten absieben.
Sie können mehrmals täglich mit der aufgewärmten Abkochung gurgeln. Umschläge mit dieser Abkochung werden mehrmals täglich auf die betroffenen Hautstellen gelegt.

Zahnfleischentzündung
Gurgeln Sie stündlich mit Eichenrindentee. 2 Teelöffel Eichenrinde mit 1 Tasse Wasser 15 Minuten lang köcheln lassen, absieben und damit den Mund ausspülen. Die Wirkstoffe der Eichenrinde sind entzündungshemmend.


5. Feb 2011 14:28
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