Heilkräuter-Verzeichnis B : Naturheilmittel, sei Dein eigener Apotheker - Seite 6




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 Heilkräuter-Verzeichnis B 
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Buchsbaum

(Buxus sempervirens)


Der Buchsbaum wächst in Nordafrika und Südeuropa, aber auch bei uns auf kalkhaltigen Böden. Dabei bevorzugt er bei uns eher mildere Plätze. Viele kennen den Buchsbaum aus Ziergärten, wo er oft in Form von Kugeln oder auch Tieren zu finden ist.

Der Buchsbaum wird bis zu 600 Jahre alt und wird maximal 8 Meter hoch, der Stamm kann bis zu 90 Zentimeter dick werden.
Der Baum trägt im Frühjahr leicht gelbliche Blüten, die sehr filigran wirken. Daraus entwickeln sich kapselige Früchte, die drei kleine Hörner haben.

Da er aber nicht nur hübsch anzusehen ist, hat er gerade im Altertum als wichtige Heilpflanze Verwendung gefunden.

Der Buchsbaum ist giftig!
Von einer innerlichen Anwendung sollte man absehen! Äußerliche Anwendung als Hand- oder Fußbad ist jedoch unkritisch. Dort hilft er bei Hauterkrankungen, als Umschlag zum Beispiel als Rheuma.

Äußerliche Anwendung von Buchsbaum
Gicht
Hautleiden
Rheuma
Fördert die Schweißbildung

Verwendete Pflanzenteile
Blätter und Rinde

Sammelzeit
Gesammelt wird im März und April



Vorsicht!!!
Der Buchsbaum ist giftig! Nicht innerlich anwenden!


30. Dez 2010 20:31
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Buckell - Beifuss

(Artemisia vulgaris)
Beifuß


Der Name Buckel ist eine andere Bezeichnung für den Beifuss - Bitte lesen Sie dort weiter!


Schon vor hunderten von Jahren wurde der Beifuss bei den verschiedensten Krankheiten eingesetzt. Darunter waren Epilepsie, Hämorrhoiden, Nervenleiden und Schwindsucht.

Beifuß wächst an Wegrändern und wird meist gar nicht wahrgenommen. Er wird bis zu 2 m hoch und hat dunkelgrüne Blätter, die auf der Unterseite filzartig sind. Die Blüten sind klein und graugelb. Der Beifuß blüht von Juli bis September, man kann das Kraut wird im gleichen Zeitraum einsammeln. Geerntet werden die oberen Triebspitzen der blühenden Pflanze. Anschließend trocknet man sie.

In der Schulmedizin wird der Beifuß heute kaum noch verwendet, da der Bruder des Beifuß, der Wermut, eine bessere Wirksamkeit hat. Wirksam ist der Beifuß jedenfalls bei Problemen mit der Saftproduktion im Magen und im Darm, der Gallefluss wird erhöht und die Galleproduktion wird angekurbelt. Diese Wirkung hat auch der Wermut, allerdings ist der Beifuß milder. Dazu kommt, daß der Beifuß nicht so bitter ist wie der Wermut.

Beifuss hat eine entspannende Wirkung. So dient ein Aufguss aus Beifusskraut gut als Fußbad und Beifussöl eignet sich hervorragend für Fußmassagen. Beifuss ist auch ein traditionelles Frauenkraut. Er hat eine wärmende und entkrampfende Wirkung auf Gebärmutter und Unterleib.

Verwendet werden in der Naturheilkunde die zur Blütezeit geschnittenen oberen Triebspitzen. Diese werden gebündelt und an der Luft getrocknet.

Beifuss war früher eine der wichtigsten und heiligsten Heilpflanzen.

In der Naturheilkunde setzt man den Beifuß unter anderem bei geschädigten Nerven, Schlaflosigkeit, allerlei Frauenleiden und Völlegefühl ein. Viele kennen den Beifuß auch aus derKüche, wo er bei schweren Gerichten, also etwa der Weihnachtsgans, Ente usw. beigegeben wird, damit besagtes schweres Essen leichter verdaut werden kann.


30. Dez 2010 20:34
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Ungelesener Beitrag Re: Heilkräuter-Verzeichnis B
Gundermann / Gundelrebe

Der Gundermann wird auch Gundelrebe genannt.
Er erblüht von Mai bis Juli, man kann das Kraut selbst zur selben Zeit sammeln. Man trocknet es in dünnen Schichten an einem schattigen Platz.

Der Gundermann har ein ähnliches Wachstum wie der Efeu. Er kriecht am Boden entlang, und sobald er etwas findet, an dem er hochwachsen kann, rankt er in die Höhe. Die Triebe des Gundermanns werden bis zu einem Meter lang. Man hat früher zur Walpurgisnacht auch Kränze aus ihm geflochten.

Da der Gundermann schnellwächst, bedeckt er schon nach einem Jahr große Flächen. Man setzt ihn deshalb im Garten oft als schnell wachsenden Bodenbedecker ein.

Zerreibt man ein Blatt der Pflanze zwischen seinen Fingern, so entsteht ein herber bis würziger Duft. Zudem bemerkt man, daß die Haut sehr gut aufeinander gleitet. Das kommt von dem enthaltenen Öl, das übrigens auch für die hautheilenden Eigenschaften des Gundermanns ist.

Als Heilmittel kennt man den Gundermann schon seit dem 12. Jahrhundert.
Der Gundermann kann verwendet werden u.a. bei Durchfällen und bei Magenkatarrhen, er erleichtert das Abhusten bei Lungenerkrankungen und asthmatischen Anfällen, zudem wirkt er appetitsteigernd.
Äußerlich eingesetzt wird Gundermann als Gurgelmittel oder als Badzusatz, der bei Hautkrankheiten helfen kann.

Volksnamen
Blauhuder, Engelskraut, Erdefeu, Donnerrebe, Efeu-Gundermann, Gewitterblume, Grundrebli, Gundelrebe, Gundelrieme, Gutermann, Heilreif, Huderich, Soldatenpetersilie, Steinumwickler, Totenkraut, Buldermann, Wildes Katzenkraut, Zickelskräutchen

Geschichtliches um den Gundermann
Die heilige Hildegard von Bingen empfahl schon damals, das Gundermann-Kraut heiß aufzukochen und dann bei Ohrentzündungen oder auch bei Ohrensausen warm in ein Tuch gehüllt auf das entsprechende Ohr aufzulegen.

Der Name "Steinumwickler" kommt wohl daher, daß der Gundermann bei allerlei Steinleiden hilft, so z.B. bei Leberleidenm, Nierenleiden und Blasenleiden. Zudem löst der Gundermann auch die Harnsäure.

Wirkung und Anwendung von Gundermann
Regt Nieren und die Blase an
Chronischer Husten
Chronischer Schnupfen
Entzündungshemmend
Rekonvaleszenz
Schlecht heildene Wunden
Schleimlösend
Stoffwechselfördernd
Durchfall
Magenkatarrh
Erleichtert das Abhusten
appetitsteigernd
Hautkrankheiten

Verwendete Pflanzenteile
Verwendet werden die Blätter

Inhaltsstoffe
Bitterstoffe, Ätherisches Öl, Gerbstoffe

Sammelzeit
Die Sammelzeit ist von Mai bis in den Juli

Warnung
Die Pflanze darf in keinem Fall zur Selbsttherapie verwendet werden, da sie giftige Bestandteile enthält.
Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um den Gundermann

Tee
2 Teelöffel mit heissem Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen. Dieser Tee hilft gut bei Husten, denn die Blätter der Gundelrebe wirken schleimlösend.

Wirkt stärkend bei langen Krankheiten
1 Teelöffel getrocknetes oder 2 Teelöffel frisches Kraut mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten zugedeckt ziehen lassen.

Tinktur
Dazu schneidet man 1 bis 2 Hand voll Gundelrebenkraut klein und gibt es in ein Schraubdeckelglas, so daß es locker ganz gefüllt ist, dann füllt man mit 45%igem Weingeist auf.
3 Wochen stehen lassen und absieben.
Davon nimmt man bei Bedarf 3 x 30 Tropfen, Kinder die Hälfte.

Wundöl
Frische Gundelrebenblätter (von Mai bis Juni) sammeln, falls Erde daran ist, trocken abschütteln bzw. nur die sauberen Blätter verwenden, aber nicht waschen, weil zu viel Wasser das Wundöl zu sehr verdünnen würde. Ein Schraubglas locker füllen und dann die Blätter fest auf ein Drittel des Volumens zusammen pressen und an einen hellen, sonnigen und warmen Ort stellen. Nach einigen Tagen hat sich am Glasboden eine helle Flüssigkeit angesammelt - diese vorsichtig absieben und in einer dunklen Glasflasche an einem kühlen Ort aufbewahren.
Bei Bedarf, Watte mit dem Öl tränken und eitrige, schlecht heilende Wunden mehrmals täglich damit bestreichen.

Badesud
Bei Ausschlägen, Ekzemen, Ischiasleiden und Gichteignet sich die Gundelrebe als Badekraut zur Kräftigung der Muskeln und Gelenke.
5 handvoll Gundelrebenkraut in 5 Liter Wasser auskochen, absieben und dem Badewasser zufügen. Für Teilbäder reicht entsprechend weniger, z.B.2 Hand voll Gundelreben auf 2 Liter Wasser ausgekocht.

Gesichtswasser
Bei unreiner Haut und Akne hilft Gundelreben-Gesichtswasser(nur sagen)
1 handvoll Kraut mit ½ l kochendem Wasser überbrühen, kurz aufkochen, abkühlen lassen und absieben, das klärt die Haut und entfernt Hautunreinheiten.

Gegen Ohrgeräusche
Gundelreben-Saft

Bei Ohrgeräuschen und Ohrensausen träufelt man ausgepressten Gundelreben-Saft ins Ohr. Zusätzlich sollte man Gundelrebentee trinken.


Bevor Sie sich selbst mit Heilkräutern behandeln fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker!


30. Dez 2010 20:37
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